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Lauenburg Cemex baut Deponie in Breitenfelde
Lokales Lauenburg Cemex baut Deponie in Breitenfelde
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20:12 15.08.2017
In einer teilweise ausgebeuteten Kieskuhle entsteht bei Breitenfelde auf 12,6 Hektar eine Deponie für 1,4 Millionen Kubikmeter Erdboden und Bauschutt. Betreiber ist die Cemex Kies und Splitt GmbH, eine Tochter des drittgrößten Zement- und Baustoffherstellers Cemex SA in Mexico mit weltweit 43000 Mitarbeitern und gut 14 Milliarden Euro Umsatz in 50 Ländern. Quelle: Fotos: H. Marohn

Rund 1,4 Millionen Kubikmeter Boden und Bauschutt will die Firma Cemex in den kommenden Jahrzehnten bei Breitenfelde endlagern. Es ist die vierte Deponie, die im Kreis entsteht – allerdings die erste der Deponieklasse 0, der niedrigsten auf der fünfstufigen Kategorieskala. Die Nutzung ausgebeuteter Kieskuhlen als Deponie gilt als „Kiesgrubenverfüllung de Luxe“ – gegenüber dem eigentlichen Kiesabbau eine Gelddruckmaschine.

Mexikanischer Baustoffkonzern will Boden und Bauschutt einlagern – vierte Deponie im Kreis.

Seit Jahren baut die Cemex Kies und Splitt GmbH auf dem weitläufigen Gelände Kies ab. Ein 12,6 Hektar großer Teil der entstandenen Kuhle soll nun als Deponie dienen. Dafür ist in den vergangenen Monaten der Untergrund abgedichtet und eine 30 Zentimeter dicke Entwässerungsschicht eingebaut worden. Hinzu kommt eine mindestens einen Meter dicke „geologische Barriere“ als Schutz. Hinzu kommen regelmäßige Proben. „Aufgenommen wird ausschließlich mineralischer Abfall wie Erd- und Bodenaushub, der als Baggergut bei Baumaßnahmen anfällt und als nicht gefährlich eingestuft ist“, sagt eine Cemex-Sprecherin. Vor der Inbetriebnahme bekommen die Bürger am Sonnabend, 26. August, die Möglichkeit, sich vor Ort über die Deponie und die in weiteren Bereichen parallel weiterlaufende Kiesgewinnung zu informieren. Von 11 bis 14 Uhr werden dazu auch kostenlose Bustouren durch das Werk angeboten. Eine Ausstellung wird den aktuellen Projektstand präsentieren, die Sicherungsmaßnahmen sowie die Rekultivierungspläne für die Zeit nach der Schließung der Deponie. Festes Schuhwerk ist erforderlich.

Deponien im Kreis

Einzige Deponie der Klasse 3 (DK III) imKreis ist die Sondermülldeponie in Rondeshagen. Sie wurde im April 1980 genehmigt.

Die Deponie Wiershop der Firma Buhck (genehmigt August 1986) gehört zur Klasse 2 für „nicht gefährliche Abfälle“ mit einem geringen organischen Anteil. Dort gibt es zwei weitere Deponien der Klasse 0 für gering belastete mineralische Abfälle wie unbelasteten Bauschutt und unbelasteten Boden.

Nicht gefährliche Abfälle mit sehr geringem organischem Anteil (DK I) dürfen in Grambek bei der Firma Damm (Buhck Gruppe) eingelagert werden. Sie wurde 1995 genehmigt.

Bei Mölln ist eine weitere Boden- und Bauschutt-Deponie der Klasse 0 beantragt. hm

Holger Marohn

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