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Lauenburg DRK-Vorsitzender Joachim Vilmar: Jeder kann helfen
Lokales Lauenburg DRK-Vorsitzender Joachim Vilmar: Jeder kann helfen
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20:24 05.01.2016
Seit 26 Jahren Schwarzenbeks DRK-Chef: Joachim Vilmar. Quelle: ge

Das Thema Flüchtlinge bewegt fast alle Menschen. Es stand auch im Mittelpunkt des DRK-Neujahrsempfangs in Schwarzenbek. „Jeder kann helfen und wird spätestens dann feststellen, was er geleistet hat, wenn er in die warmherzigen und dankbaren Augen unserer neuen Mitmenschen schaut“, betonte der Ortsvorsitzende Joachim Vilmar in seiner Ansprache vor rund hundert Gästen im DRK-Zentrum.

Vilmar zitierte einige Grundsätze des Roten Kreuzes: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität. „Nach diesen Grundsätzen steht bei uns über allem der Mensch, egal, wo er herkommt, wie er aussieht, welche Hautfarbe oder Religion er hat.“

Dem häufig gehörten Zitat „ich habe ja nicht gegen Ausländer, aber. . .“ stellte Vilmar entgegen: „Es gibt kein Aber. Zu uns kommen Menschen, die einen langen und für uns nicht einmal ansatzweise nachvollziehbaren leidvollen Weg hinter sich haben. Uns geht es mehr als gut. Jeder kann und sollte dazu beitragen, diesen armen Menschen zu helfen. Nicht mehr und nicht weniger.“ Er könne nachvollziehen, dass Menschen skeptisch seien oder Angst vor Fremden hätten. Jeden einzelnen Bürger lud Vilmar ein, in die Erstaufnahmeeinrichtung in Wentorf zu kommen, um die neuen Mitmenschen kennen zu lernen.

Das DRK Schwarzenbek, das im vergangenen Jahr 100-jähriges Bestehen feiern konnte, hat inzwischen mehr als 1000 Mitglieder. Seinen großen Dank richtete Vilmar an „die Helfer im Verborgenen“, den Vorstand, der sich mindestens einmal im Monat zum sehr frühen Arbeitsfrühstück treffe, aber natürlich auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer des Ortsvereins, die zusammen mit den Mitgliedern anderer Ortsvereine „praktisch über Nacht“ die Einrichtung in Wentorf eingerichtet und rund um die Uhr betreut hätten. Da dies auf Dauer nicht zu leisten sei, erfolge die Betreuung seit sechs Wochen ehrenamtlich.

Nach dem anstrengenden Jubiläumsjahr 2014 sei 2015 wegen der Flüchtlingsbetreuung ein bewegendes Jahr für den Ortsverein gewesen, sagte der Vorsitzende. Aber auch strukturelle Änderungen hätten die Mitglieder beschäftigt. Die Leitung der Sozialstation sei umgezogen, es gebe jetzt eine neue Bereitschaftsleitung, und Geschäftsführer Stefan Fehrmann habe endlich sein eigenes Büro beziehen können.

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