Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Daniel Günthers Heimspiel
Lokales Lauenburg Daniel Günthers Heimspiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:07 19.04.2017
Meinungsaustausch beim von Thomas Lamm (re.) initiierten Unternehmerfrühstück mit dem CDU-Spitzenkandidaten Daniel Günther aus Eckernförde und der CDU-Kandidatin für Lauenburg-Süd, Andrea Tschacher. Quelle: Foto: Wr
Anzeige
Schwarzenbek

Wie ein Siegertyp kommt Daniel Günther, der Spitzenkandidat für die schleswig-holsteinische CDU, nicht gerade daher mit seinem eher zurückhaltenden Auftreten. Dennoch will er ganz nach oben: „Ich setze klar auf Sieg“, erklärte der studierte Politikwissenschaftler aus Eckernförde gestern anlässlich des Schwarzenbeker Unternehmerfrühstücks. Mit einem guten Dutzend Mittelständlern tauschte er sich, flankiert von der CDU-Kandidatin für Lauenburg-Süd, Andrea Tschacher, bei Lachs- und Käseschnittchen über diverse Themen aus, die den Vertretern verschiedener Branchen unter den Nägeln brennen. Über den Tenor waren sich beide Seiten bei dem politischen Frühstück, das in den Räumen der Heizungs- und Sanitärtechnik Manzke GmbH im Hans-Koch-Ring stattfand, einig: Schleswig-Holstein werde aus ihrer Sicht von der jetzigen rot-grünen Landesregierung deutlich unter seinen Möglichkeiten regiert.

Austausch einmal pro Woche

Das Unternehmerfrühstück wurde von dem Inhaber der Firma Heizungs- und Sanitärtechnik Manzke, Thomas Lamm, ins Leben gerufen. Einmal wöchentlich treffen sich die Vertreter von knapp 30 Betrieben zum lockeren Meinungsaustausch.

Der 44-Jährige gab sich zuversichtlich, dass sich seine Ambitionen auch tatsächlich realisieren ließen, „denn nach jüngsten Umfragen liegen wir mit der SPD ziemlich Kopf an Kopf“, so Günther, der etwas zu spät eingetroffen war – was allerdings nicht an der von seiner Partei kritisierten Vernachlässigung der Infrastruktur im Lande lag, wie Günther zugab. „Ich will im Süden des Landes noch bekannter werden“, sagte der Spitzenkandidat, obwohl er schon rund 7000 „Freunde“ auf Facebook habe. Es sei nun einmal so, dass er in seiner Funktion als mit gut einem Jahr noch ziemlich „dienstjunger“ Landesvorsitzender gegen das schon länger währende Problem der Landes-CDU anzukämpfen habe, nämlich einer unbefriedigenden Stetigkeit im häufigen Führungswechsel der Partei.

Und was sind die Themen der Wirtschaft? Daniel Günther und Andrea Tschacher gingen von Tisch zu Tisch, hörten aufmerksam zu. Manches war ihnen bekannt, anderes noch nicht. Natürlich ging es um Fachkräftemangel, um bürokratische Hemmnisse bei der Entfaltung unternehmerischen Handelns, um infrastrukturelle Defizite bei Straßenbau und Breitbandnetz, um bezahlbare Energie. Jedoch nicht alles könne ein neuer Ministerpräsident regeln, räumte Daniel Günther ein. Etwa auf die Klage eines Ingenieurs, der mit seiner Firma weltweit Hallen konstruiert und frohlockte, wie glatt, schnell und unproblematisch – und vor allem ohne Streiks – es doch im (undemokratisch-kommunistischen) China laufe.

Andere Unternehmensvertreter beklagten zu viel Bürokratie, aber auch die erschreckende Allgemeinbildung von Berufsanfängern. Einer beklagte sogar die „Übermäßige Vermittlung“ von PC-Wissen in den Schulen. Weil es zu Lasten sozialer Kompetenz gehe. Und noch einmal Schule: Die Kinder hätten wegen des Ganztagsunterrichts kaum noch Zeit für Sport und soziale Kontakte. Günther: „Auch deshalb sind wir jetzt ja für G 9.“

Matthias Wiemer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

LAN-Party: Kreistagsabgeordneter Harbrecht springt Lauenburger JUZ bei.

19.04.2017

Die Linke will gegen die neue Wohnungsnot kämpfen. Ein interner Bericht der Landesregierung sage aus, dass in den kommenden Jahren 16 000 Wohnungen pro Jahr in Schleswig-Holstein ...

19.04.2017

Die Direktkandidaten von CDU, SPD, Grünen und FDP für den Wahlkreis Lauenburg- Nord stellen sich in einer Podiumsdiskussion.

19.04.2017
Anzeige