Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Darüber lachte die Weimarer Republik!
Lokales Lauenburg Darüber lachte die Weimarer Republik!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:13 07.09.2016

Das A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg zeigt vom morgigen Freitag, 9. September, bis zum 20. November die Sonderausstellung „Darüber lacht die Republik – Friedrich Ebert und ‚seine’ Reichskanzler in der Karikatur“, die morgen um 20 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Michael Braun von der „Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte“ eröffnet wird. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Friedrich Eberts Reichskanzler in der Karikatur.

In den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebte die Karikatur einen regelrechten Boom: Es gab knapp 80 humoristisch-satirische Zeitschriften, die Karikaturen veröffentlichten. Dabei standen Reichspräsident Friedrich Ebert und die jeweils amtierenden Reichskanzler als die herausragenden Repräsentanten der jungen Weimarer Republik im Fokus der satirischen Kritik.

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von rund 70 Zeichnungen, die Ebert und jene Kanzler ins Visier nehmen, die er zu seinen Lebzeiten ernannt hat. Dies waren die SPD-Politiker Philipp Scheidemann, Gustav Bauer und Hermann Müller, von der Zentrumspartei Constantin Fehrenbach, Joseph Wirth und Wilhelm Marx, der DVP-Vorsitzende Gustav Stresemann sowie die parteilosen Wilhelm Cuno und Hans Luther.

Zwei dieser Kanzler, Hermann Müller und Wilhelm Marx, gelangten nach dem Tod Eberts im Februar 1925 erneut ins Amt. Karikaturen aus diesen zweiten Amtszeiten finden ebenfalls Eingang in die Ausstellung, da die Kanzler im ursprünglichen Sinn zu Eberts Reichskanzlern zu zählen sind.

Die Auswahl der Karikaturen erfolgte zum einen nach optischen und künstlerischen Gesichtspunkten; zum anderen sollten die Karikaturen auch heute noch ohne komplizierte Erläuterungen verständlich sein.

Auch wenn die Zeichnungen zum großen Teil auf das politische Tagesgeschehen Bezug nehmen und es widerspiegeln, so lassen sie sich zumeist auch ohne Hintergrundwissen intuitiv verstehen. Manche wirken noch heute erstaunlich aktuell. Dies spricht für die außergewöhnliche Qualität der Karikaturisten und ihrer Werke, die der Betrachter auch ohne Vorkenntnisse genießen kann.

Die Ausstellung gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, die von den Karikaturisten besonders häufig aufgegriffen wurden. Dabei reicht die Spannweite von harmlos-lustigen Zeichnungen bis zu zutiefst verleumderischen Darstellungen.

In drastischen Bildern belegen sie den Hass der politischen Gegner auf das sozialdemokratische Staatsoberhaupt und die demokratische Elite der Weimarer Republik. Sie greifen nicht nur Reichspräsident und Reichskanzler an, sondern auch das demokratische System, das diese verkörpern.

Die ausgestellten Karikaturen spiegeln somit die gesellschaftlichen Gegensätze der Weimarer Republik wider. Sie werfen ein Schlaglicht auf die politische Kultur einer Epoche, in der Unsicherheit, Krisen und politische Feindschaft zur Tagesordnung gehören und das Klima prägen.

Schmunzeln und denken

Zahlreiche Zeichnungen sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Fantasievolle Installationen ergänzen die Bildexponate und machen die Präsentation, die zum Schmunzeln und zum Nachdenken anregt, anschaulich.

Die Ausstellung wird am 9. September um 20 Uhr im Weber-Museum durch einen Vortrag von Dr. Michael Braun von der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte eröffnet. Sie ist täglich außer montags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr geöffnet.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die SPD der Stadt Wentorf bei Hamburg lädt am morgigen Freitag um 19.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zur kommenden Bürgermeisterwahl ein.

07.09.2016

Liedermacher tritt mit neuem Programm in Sandesneben auf.

07.09.2016

Zahlreiche Gäste konnte die Feuerwehr Berkenthin auf ihrem ersten Family-Day am vergangenen Sonnabend begrüßen. So hatten die Kameraden der Wehr die Möglichkeit, den Besuchern die Fahrzeuge und aktuellste Technik näherzubringen.

07.09.2016
Anzeige