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Lauenburg Das Grüne Heupferd „singt“ mit seinen Flügeln
Lokales Lauenburg Das Grüne Heupferd „singt“ mit seinen Flügeln
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21:16 21.09.2013
Ein Grünes Heupferd bei der Nahrungssuche. Mit den Vorderflügeln erzeugen die Heupferde charakteristische Töne. Quelle: Foto: Wolfgang Buchhorn

Man staunt über den Gesang des Grünen Heupferdes. Die Töne kommen nicht aus dem Mund. Schnell bewegliche Vorderflügel erzeugen eine besondere Art von „Gesang“. Melodisch? Bitte vom Heupferdchen nicht zu viel erwarten. Dazu ein Fachmann, der sich auskennt: „Das hört sich ungefähr so an wie Messerschärfen auf einem Schleifstein.“ Leise Töne? Immerhin noch gut 50 Meter weit zu hören. Und wie groß

ist solch ein Heupferd? Weibchen werden 35 bis 42 Millimeter groß, Männchen sind mit 28 bis 35 Millimeter etwas kleiner. Heupferde schätzen Rasenflächen, Gärten und Waldränder. Vorgezogen wird eine Vegetation mit einer Höhe von 30 Zentimetern. Nachts ziehen sie sich auf kleine Bäume zurück. Heupferdchen sind Weitspringer. Sie springen (oder fliegen) zwei bis drei Meter weit. Das ist erheblich weiter als ein Hasensprung.

Verwandte des Grünen Heupferdes sind die weithin bekannten „Warzenbeißer“. Sie sollen Warzen abnagen. Mag ja sein. Aber wir haben bisher von keinem Erfolg einer solchen Prozedur gehört.

Auch im Unterricht spielt das Heupferdchen eine Rolle. Der Lehrer fragt: „Was versteht ihr unter Heupferd?“ Fritz meldet sich: „Ein Pferd, das einen Heuwagen zieht.“ Der Lehrer: „Merkt euch, mit Heupferd ist ein kleines Tier gemeint, das ihr Heuhüpfer nennt!“ Und was fressen Heupferde? Überwiegend Insekten, aber auch Pflanzenteile. Und sie verzehren auch tote Exemplare der eigenen Art.

Ein gutes Gehör sagt man den Heupferdchen nach. Und wo sitzen die Ohren? Da kann man lange mit der Lupe suchen. Die Gehörorgane befinden sich nicht am Kopf, sondern an den Vorderbeinen. Daraus darf aber nicht gefolgert werden, dass das Heupferdchen mit den Beinen hört.

Die zweite Silbe des Namens „Heupferd“ leitet sich tatsächlich von unseren großen vierbeinigen Freunden ab. Es gehört jedoch reichlich Phantasie dazu, Ähnlichkeiten zu erkennen. Grundsätzlich ist dazu anzumerken, dass sich Beobachtungen nicht nur bei größeren Exemplaren des Heupferdes lohnen. Für das Äußere des Fuchses (und des Wolfes) wird der Hundevergleich herangezogen; die Erforschung von Mücken, Flöhen und Heuhüpfern ist mühevoller.

Georg Peinemann

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