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Lauenburg Das Lauenburgische auf dem Teller
Lokales Lauenburg Das Lauenburgische auf dem Teller
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03:49 14.03.2018
„Ente in der Abenddämmerung“: Patrick Ruge aus dem Möllner Quellenhof präsentiert seinen Lauenburg'schen Teller.
Mölln

Brutzelnde Filets vom Duroc-Schwein, Kartoffelhälften in Butter gebraten und glasierte Möhren – in der Küche des Ratzeburger Restaurants „Der Seehof“ laufen die Vorbereitung für die Eröffnungsveranstaltung des Lauenburg’schen Tellers auf Hochtouren. Mittendrin organisiert Alfred Schreiber das Treiben.

14 Restaurants und Gasthöfe präsentieren ab heute ihr Lauenburg’sches Teller-Gericht in ihren Speisekarten. Bei der Eröffnungsaktion im Quellenhof herrschte traditionell großer Andrang der geladenen Gäste. Für die Leistung und den Ideenreichtum der Köche gab es viel Lob.

„Frische Produkte aus der Region sind uns wichtig.Alfred Schreiber,

Küchendirektor

„Ich weiß noch gar nicht, was mich heute Abend so erwartet“, sagt Schreiber. Der Abend ist für ihn eine Premiere. Erst seit Februar ist er Küchendirektor in dem Ratzeburger Vorzeige-Restaurant. Zuvor war er Küchenchef im Fünf-Sterne-Steigenberger-Hotel-Hamburg. Bei seiner Kreation für den Lauenburg’schen Teller setzt er dabei auf die Merkmale, die auch schon für seine Arbeit in Hamburg galten:

Qualität bei den Produkten und Regionalität. Herausgekommen ist ein gebratenes Filet vom Duroc-Schwein mit Himbeeressig-Backpflaumensauce, Selleriepüree, glasierte Möhren mit Vanillebutter und Rosmarinkartoffeln.

„Für ein gutes Stück Fleisch ist einfach wichtig, wo das Tier herkommt und wo es aufgewachsen ist“, sagt Schneider. Das Duroc-Schwein sei eine alte Rasse, die jetzt wieder in Mode gekommen ist. „Es ist das ganze Jahr im Freien. Dadurch bewegen sich die Tiere viel und in der Muskelmasse sammelt sich nicht so viel Wasser an“, zählt Schneider die Vorzüge auf. Die Backpflaumensauce habe sein Team bewusst etwas auf den norddeutschen Geschmack abgestimmt – mit etwas mehr Säure. Kräuter und Gewürze wie Kümmel, Dill und Minze sowie Rotwein, Schalotten und Kalbsfonds geben der Sauce ihren Charakter. Statt mit Mehl anzudicken, sei die Sauce bis auf die gewünschte Konsistenz reduziert und auch die Vanille-Butter, in der Kartoffeln und Fleisch gebraten seien, ließe sich bei entsprechenden Intoleranzen ersetzen.

Beim Team der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH (HLMS), das die Aktion seit Jahren gemeinsam mit der Dehoga organisiert, ist man von den Kreationen der Köche begeistert. „Die kreativen Gerichte sind gleichzeitig ein kulinarischer Streifzug durch unser Herzogtum“, sagt Carina Jahnke von der HLMS.

Bis Oktober werden die Lauenburg’schen Teller in den Betrieben zu einem Preis zwischen 13 und 21 Euro angeboten. In diesem Jahr nimmt erstmals das Fährhaus Rothenhusen mit einem eigenen Teller an der traditionellen Aktion teil.

Ein Video von Küchenchef Alfred Schreiber und einen Live-Bericht aus dem Quellenhof finden Sie auf

www.facebook.com/LauenburgischeNachrichten

Hier gibt es den Teller

An der Aktion Lauenburg’ scher Teller beteiligen sich in diesem Jahr 14 Betriebe zwischen Lauenburg und Groß Sarau. Die Gerichte haben oft phantasievolle Namen:

„Gut Ding will Weile haben“ gibt es aus dem Restaurant Fährhaus Rothenhusen (Groß Sarau),

„Kulinarisches zwischen Damm und Küchensee“ aus Der Seehof (Ratzeburg),

„Maräne im Moor“ und „Ente in der Abenddämmerung“ im Quellenhof (Mölln),

„Mediteranfruchtige Pasta vom Drüsensee“ von der Gaststätte Brandt (Lehmrade),

„Kahnpartie am Schaalsee“ aus der Zur Kutscherscheune (Groß Zecher), „Kaiser’s Weidetraum“ von Kaiser's Hofladen und Café (Salem),

„Zander im Knusperkissen“ von der Gaststätte Hans Heitmann (Wotersen), „Witzeezer Kanal-Strandgut“ im Zum Lindenkrug (Witzeeze), „Lütauer Linaukälbchen“ vom Gasthof Basedau (Lütau), „Peitho-Teller – Göttin der Verführung“ in Ohlrogges Gasthof (Büchen), Gans schön lebrig“ Hotel Lauenburger Mühle (Lauenburg),

„Süßes Hähnchenglück mit Elbeblick“ im Hotel Bellevue (Lauenburg), „Innere Werte“ Zum Alten Schifferhaus (Lauenburg), „Der Hit von der Weide“ aus dem Restaurant Zur Alten 16 (Wentorf bei Hamburg).

Holger Marohn

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