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Lauenburg Das Nest des Drosselrohrsängers ist ein geflochtenes Meisterwerk
Lokales Lauenburg Das Nest des Drosselrohrsängers ist ein geflochtenes Meisterwerk
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20:20 07.09.2013
Der Drosselrohrsänger ist ein Singvogel aus der Gattung der Rohrsänger und der Familie der Grasmückenartigen. Sein Ruf klingt wie „kaare kaare krieht krieht“. Quelle: Wikipedia, Foto: Wolfgang Buchhorn
Ratzeburg

Da hat doch tatsächlich ein junger Vogelfreund versucht, das Schilfnest eines Drosselrohrsängers nachzubauen. Und was kam dabei heraus? Eigentlich Pfusch. Im Vergleich dazu, ist das Nest des Drosselrohrsängers ein Meisterwerk. Dabei konnte der Vogelfreund immerhin zehn Finger einsetzen. Und der Vogel arbeitete an seinem Meisterwerk nur mit dem Schnabel und mit den kleinen Füßen. Sieht alles so einfach und natürlich aus: Einige Schilfhalme als Stütze und daran befestigt ein napfförmiges Nest aus Gräsern und trockenen Kräutern.

Der Drosselrohrsänger ernährt sich von Insekten, deren Larven, sowie von kleinen Fröschen und Molchen. Das Weibchen brütet vier bis sechs Eier aus. Manchmal kommt es vor, dass ein Kuckucksweibchen Eier in das Nest legt, und die Drosselrohrsänger müssen bis zur Erschöpfung die fremde Brut füttern. Einmal mehr haben wir es mit einem Vogel zu tun, der auf Gewässer mit breitem Schilfgürtel angewiesen ist. Das Mähen solcher Schilfflächen führt zum Rückzug des Drosselrohrsängers und anderen Tieren. Zu beobachten sind diese Vögel bei uns in etwa von April bis September. Dann beginnt der lange Flug nach Afrika.

Wir haben in der Delvenau-Niederung das Anschleichen eines Fuchses an ein Rohrsänger-Nest beobachtet. Aber so richtig ernst meinte es der wasserscheue Reinecke nicht. Wir mischten uns ein und vertrieben den Fuchs durch den laut ausgesprochenen Wunsch. „Reineke wir mögen dich, aber fang´ doch lieber Mäuse . . .“

Fachleute erklärten nach gründlicher Untersuchung vor Ort, dass Polen gut besetzt mit Drosselrohrsängern sei. Das hat nichts mit der östlichen Himmelsrichtung, sondern mehr mit der Tatsache zu tun, dass es in Polen noch viele Gewässer mit großen Schilfflächen gibt.

Unser Heimatkreis mit vielen Seen, Teichen und Bächen bietet den Drosselrohrsängern auch gute Lebensräume. Aber das Beobachten von Tieren sollte nicht immer den großen Tieren gelten. Auch kleine Tiere sind interessant. Eine Kohlmeise wirkt bei einer Länge von 20 cm und einem Gewicht von 30 Gramm eher klein, aber keinesfalls langweilig. Gut, Adler, Bussard und andere Greifvögel fallen eher auf. Aber ein besonderer Reiz liegt auch bei der oft schwierigen Beobachtung der kleinen Vögel. Langweilig? Mal immer langsam. Es sind schon Doktorarbeiten über zehn Gramm leichte Blaumeisen geschrieben worden . . .



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