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Lauenburg „Das ist einfach Fügung“
Lokales Lauenburg „Das ist einfach Fügung“
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18:13 06.05.2016
Ciprian Mátéfy (l.) und Stephan Rost sind neue Pastoren. Quelle: hfr

Die Pastoren Stephan Rost und Ciprian Mátéfy werden am Sonntag, 8. Mai, offiziell von Pröpstin Frauke Eiben in ihrem neuen Amt in Sandesneben begrüßt. Beginn des Gottesdienstes ist um 15 Uhr in der Marien-Kirche. Die 33 und 38 Jahre jungen Männer bringen die besten Voraussetzungen für die beiden Vollzeitstellen mit: „Ich war im ländlichen Gebiet Nordsachsens, in Börln, Pastor. Dort gab es eher kleine Gemeinden, die sich in einem nicht kirchlichen Umfeld behaupten mussten. Die Leute, die dort aktiv waren, waren es aus ganzem Herzen“. Dort habe er gelernt, eine Gemeinde zusammenzuhalten und ein lebendiges Leben zu gestalten. „Und auch über den Tellerrand zu schauen. So habe ich eine aktive Jugend- und Familienarbeit aufgebaut — über innere und äußere Grenzen hinweg“. Für den gebürtigen Dresdner ist das Thema Seelsorge mit der wichtigste Aspekt: „Besonders im ehemaligen Osten merkt man die Wehmut über Verschwinden von Dingen die mal waren — dass sie weggebrochen sind. Statt Sicherheit gab es Arbeitslosigkeit. Auch Freiheit, natürlich. Aber größtenteils herrscht doch Wehmut“. Ciprian Mátéfy wirkte direkt in der Großstadt als Pastor, im „Neu-Kölln Dresdens“, dem Stadtviertel Johannstadt, einem sozialen Brennpunkt.

„Schwulsein ist doch nichts Neues mehr.“Stephan Rost und Ciprian Mátéfy erstaunt über das Medieninteresse

„Flüchtlingsarbeit und Integration waren hier Schwerpunkte“, so Mátéfy. Er begleitete eine offene, soziale Jugendarbeit, knüpfte wichtige Netzwerke — wie zur Tafel und zur Stadt. „Letzteres ist nicht selbstverständlich im Osten, von sich aus wäre die Kommune wohl nicht auf uns zugekommen“, so der Geistliche. Als die beiden Männer die Ausschreibung lasen, dachten sie an einen echten Glücksfall: „Vor allem, weil die Flüchtlingsarbeit in der Anzeige explizit angegeben war.

Perfekt!“, so Mátéfy. „Eins kam zum anderen. Wir sind seit 2014 verheiratet und wollten nun zusammen arbeiten und leben. Wir hätten auch zwei Stellen in benachbarten Orten gerne genommen. Wie es jetzt kam — das ist einfach Fügung“, freut sich Stephan Rost.

Die neuen Pastoren

Stephan Rost wurde 1977 in Dresden geboren und wuchs hier auch auf. Er studierte in Leipzig, in Heidelberg und Rumänien Theologie und legte das Vikariat in Chemnitz und Rom ab.

Ciprian Mátéfy wurde 1982 im rumänischen Brasov geboren. Er studierte in Klausenburg und Hermannstadt Theologie und erhielt ein Stipendium des Lutherischen Weltbundes.

LN

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