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Lauenburg Den jungen Rauchschwalben fehlen noch die Schwanzspieße
Lokales Lauenburg Den jungen Rauchschwalben fehlen noch die Schwanzspieße
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18:21 23.09.2017

Im September herrscht noch reger Flugverkehr über unseren Dörfern, Wiesen und Gewässern. Von den Insekten fangenden Dauerfliegern bleibt die Rauchschwalbe am längsten, zieht erst Anfang Oktober in Richtung Mittel- und Südafrika. Die in diesem Jahr erbrüteten Jungvögel haben noch nicht die überlangen, schmalen Spieße an den äußeren Schwanzfedern, die für die Art üblich sind. Sie sind eine Zierde der Altvögel und spielen bei der Partnerwahl eine Rolle. Junge Rauchschwalben kann man trotzdem gut von den bei uns etwa ebenso häufigen Mehlschwalben unterscheiden.

Die rostbraune Kehle und die bei gespreizten Schwanzfedern sichtbaren weißen Flecken sind eindeutige Merkmale. Bei der rasanten Jagd nach Fluginsekten kann die Rauchschwalbe 20 Meter pro Sekunde schaffen, was 72 Stundenkilometern entspricht. Ihr Flug ist reißend, aber auch sehr wendig. Schnelle Flügelschläge werden von kurzen Gleitphasen abgelöst, was den Flug unruhig erscheinen lässt.

Nach der ersten Brut im Mai und Juni entschließen sich 80 Prozent der Rauchschwalbenpaare zu einer Zweitbrut im Juli und August. Im Gegensatz zu den meisten anderen Singvögeln benutzen Schwalben ihre Nester immer wieder, weil die mit großem Aufwand gebauten Kinderstuben sehr dauerhaft sind. Nur die Innenausstattung aus feinen Grashalmen und kleinen Federn wird erneuert. Beim Füttern der Jungen der zweiten Brut sollen gelegentlich die Jungen der ersten Brut helfen. Schließlich müssen die Jüngsten bis Oktober ebenso fit für den weiten Zug sein wieder die anderen. TEXT: GÄRTNER/ FOTO: BUCHHORN

LN

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