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Lauenburg Denkmäler, Keller und Kirchen öffnen ihre Türen
Lokales Lauenburg Denkmäler, Keller und Kirchen öffnen ihre Türen
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21:22 12.09.2016
Andreas Darm(v. l.), Jürgen Burmeister, Horst Eggert, Ekkehard Zschau, Susanne Backhaus, Urte Bockelmann, Fred Jorczyk, Susanna Helmert von der Denkmalschutzbehörde, Hans-Jürgen Berndorff, Gunda Jorczyk und Elfriede Burmeister sind aktiv am Denkmaltag. Quelle: Ender
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Panten

Holz aus dem Jahr 1550, ein altes Telefon und ein uriger Küchenherd. „Wir haben uns hier in Panten ein Stückchen Heimat erhalten“, sagt Gunda Jorczyk. Und damit ist sie nicht allein. Etliche Menschen im Lauenburgischen bewohnen denkmalgeschützte Häuser, die sie zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals am 11. September zeigen werden. Außerdem sind viele Kirchen, das Wasserkraftwerk in Farchau und der Ratzeburger Dom zu besichtigen.

Durch das große ehrenamtliche Engagement wird an diesem Tag viel zu sehen sein. So stellt das Ehepaar Jorczyk aus Panten zum Beispiel ihr reetgedecktes Durchfahrtshaus vor. „Das Programmheft für Lauenburg explodiert ja immer förmlich“, sagt Andreas Darm, der im Bereich Tourismus bei der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH arbeitet.

Nicht nur die Stadt Lauenburg wird ihre alten Tore öffnen. „Wir Möllner möchten dazu beitragen, dass alle das würdigen, was wir von unseren Vorfahren bekommen haben und unsere Enkel das auch sehen werden“, sagt Ekkehard Zschau. Er trommelte in diesem Jahr wieder acht Familien zusammen, die ihre alten Häuser öffnen. Außerdem sind die St. Marien Kirche in Siebenbäumen und die Möllner St.

Nicolaikirche zu besichtigen.

Die Geesthachter Eisenbahn bietet Zugfahrten mit historischen Fahrzeugen an. „In Ratzeburg wird einer der ältesten Gewölbekeller der Stadt zu sehen sein“, sagt Hans-Jürgen Berndorff. Die „Herberge zur Heimat“, Schrangenstraße 3, ist nämlich fertig saniert und öffnet von 13 bis 15 Uhr. „Die jetzige Mieterin, die Musikschule MusicArte, kümmert sich um den musikalischen Rahmen“, sagt Susanna Helmert von der unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises Herzogtum Lauenburg. Urte Bockelmann öffnet die Dombibliothek und so manch 500 Jahre altes Buch. „Es ist vor allem für Kinder ein Erlebnis in so alten Büchern zu blättern“, sagt sie.

Im Alltag ist das Wasserkraftwerk in Farchau nicht zugänglich, am 11. September schon. Dieter Constabel wird dort Führungen anbieten. Ein Denkmal der Technikgeschichte ist die Seilzugfähre in Siebeneichen. Sie verbindet seit der Eröffnung des Elbe-Lübeck-Kanals 1900 die Orte Siebeneichen und Fitzen und ist am Denkmaltag geöffnet.

„Es ist eine Freude, dass der Denkmalschutzgedanke hier so große Früchte trägt“, sagt Susanne Backhaus, eine ehrenamtliche Leiterin des Ortskuratorium in Mölln. Sie erwarte einen ähnlich großen Zuspruch wie im vergangenen Jahr. Alle ehrenamtlichen Organisatoren sind sich einig, dass das Programm bei weitem zu umfangreich ist, um alle Bauten zu sehen.

Tag des offenen Denkmals

Unter dem Motto „Macht und Pracht“ veranstaltet die deutsche Stiftung für Denkmalschutz am 11. September den bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Mehr als 8000 Bauten sind in Deutschland zu besichtigen.

Im Lauenburgischen gibt es Bauten und Stätten in Lauenburg, Ratzeburg, Mölln, Geesthacht, Farchau, Siebeneichen, Siebenbäumen und anderen Orten zu sehen. Das gesamte Programm ist unter www.tag-des-offenen-denkmals.de abrufbar.

 Stefanie Ender

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