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Lauenburg Deponie-Begehung in Groß Weeden fiel „ins Wasser“
Lokales Lauenburg Deponie-Begehung in Groß Weeden fiel „ins Wasser“
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18:13 30.06.2017
Seit vier Jahren lädt Hans-Joachim Berner (re., blaue Jacke), Geschäftsführer der Sonderabfalldeponie (SAD) Groß Weeden in Rondeshagen zur „Sonnenwendfeier“ ein. Dabei führt er interessierte Anwohner aus dem Ort und dem Amt Berkenthin über die Deponie und erklärt den Fortschritt der Rückbauarbeiten.

„Pünktlich“ eine halbe Stunde vor Beginn setzte am Donnerstagabend der Dauerregen ein – und die Sommersonnenwendfeier auf der Sonderabfalldeponie in Groß

Weeden fiel gewissermaßen ins Wasser.

Bereits zum vierten Male seit 2014 hatte der Geschäftsführer der Gesellschaft für Beseitigung von Sonderabefällen (GBS), Hans-Joachim Berner, zu dieser öffentlichen Veranstaltung eingeladen. „Beim ersten Mal war das Interesse riesig, da waren bestimmt 200 Leute hier“, erinnerte er sich.

Damals waren die Befürchtungen der Anwohner über potenzielle Gefahren durch giftige Einlagerungen in der Deponie noch größer. Durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und mehrere Informationsveranstaltungen gelang es Berner jedoch, diese Befürchtungen zu zerstreuen. „Ich muss sagen, durch die gute, offene Kommunikation und Transparenz seitens der GBS ist ein gegenseitiges Vertrauen entstanden“, erklärte Volker Peters, Vorsitzender des Deponieausschusses im Amt Berkenthin.

Peters hatte sich jahrelang zuvor in der Bürgervereinigung gegen die Giftmülldeponie Rondeshagen-Groß Weeden engagiert. „Wir haben schon den Eindruck, dass der Geschäftsführer Berner der Nachwelt etwas Vernünftiges hinterlassen will“, so Peters.

Berner, seit 2004 verantwortlich als Geschäftsführer der den beiden Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein zur Hälfte gehörenden Gesellschaft, erklärte den rund 50 Gästen die umfangreichen Sicherungsmaßnahmen in der Deponie und versicherte, dass die Nachsorge für das Gelände für die kommenden 30 Jahre gewährleistet sei. Und zumindest für die nächsten zehn Jahre gebe es eine personelle Präsenz auf dem renaturierten Deponiegelände, das somit einer kontinuierlichen Beobachtung und Kontrolle ausgesetzt sei.

unk

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