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Lauenburg Der Singschwan weckt die Sehnsucht nach dem Norden
Lokales Lauenburg Der Singschwan weckt die Sehnsucht nach dem Norden
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18:12 21.01.2017

S chwan, im Singsang deiner Lieder grüß die grünen Birkenhaine! Alle Rosen gäb ich gerne gegen Nordlands Steine.“ Mit seinem Lied hat Eberhard Koebel den Nerv von Generationen von Pfadfindern, Wandervögeln und sonstigen Naturbegeisterten getroffen: nämlich die Sehnsucht, den Schwänen in den hohen Norden zu folgen. Gibt es überhaupt singende Schwäne?

Unser allbekannter Höckerschwan ist nahezu stumm, aber der Singschwan trägt seinen Namen zu Recht. Die mal tiefen, posaunenartigen, dann wieder hell schmetternden Rufe der Einzelvögel vereinigen sich im Schwarm zu einem lautstarken Chor.

Der Singschwan ist fast so groß wie der Höckerschwan und ebenfalls schneeweiß, bis auf die Jungen, die bei beiden Arten grau sind. Das sicherste Unterscheidungsmerkmal ist der kontrastreich schwarz-gelbe Schnabel des Singschwans. Sein Brutgebiet, das von Island über Skandinavien bis in die unvorstellbaren Weiten der sibirischen Taiga reicht, muss der Singschwan im Herbst vollständig verlassen. Auf der Suche nach eisfreien Gewässern und grünen Rapsfeldern kommen die Singschwäne auch zu uns nach Schleswig-Holstein, um hier zu überwintern oder ihre Energiereserven aufzufüllen für den Weiterzug bis Holland und Irland.

Neuerdings ist der Singschwan in Schleswig-Holstein nicht nur Wintergast, sondern auch Brutvogel mit rund 20 Paaren, die von Parkvögeln und wohl auch Wildvögeln abstammen, die nicht in die ursprüngliche Heimat zurückgekehrt sind. Um singende Schwäne am Brutplatz zu erleben, muss man also nicht mehr den Zugvögeln folgen. Aber die Sehnsucht nach den menschenleeren Weiten des Nordens bleibt. TEXT: K. GÄRTNER / FOTO: W. BUCHHORN

LN

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