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Lauenburg Der Zauber alter Fabriken
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20:43 15.06.2017
Wie 1958 zur Inbetriebnahme: Lothar Zimmermann auf der Leitwarte des Geesthachter Pumpspeicherwerkes. FOTOS (2): TIMO JANN
Geesthacht/Lauenburg

Einmal an Bord der Eisbrecher gehen, sich auf dem Leitstand des 1958 in Betrieb genommenen Pumpspeicherwerks umsehen, in den Maschinenkeller des Lauenburger Elbschifffahrtsmuseums „abtauchen“, auf den Spuren von Alfred Nobel durch Krümmel wandern oder die Hitzler-Werft besichtigen – die „Tage der Industriekultur am Wasser“ bieten morgen und am Sonntag, 17. und 18. Juni, ein großes Programm in der Metropolregion.

Am „Tage der Industriekultur am Wasser“ öffnen 131 Objekte am Wochenende ihre Pforten.

„Mit 380 Veranstaltungen in 131 Denkmalen an 68 Orten geht das erfolgreiche Kulturprojekt in die vierte Runde“, sagt Marion Köhler, Sprecherin der Metropolregion. Hafenanlagen, Schleusen, Schiffe, Leucht- und Wassertürme, Brücken und Mühlen, Fabriken und Kraftwerke geben alle zwei Jahre Einblicke in die Welt der Industriekultur. „Das verbindende Element ist die Technik, die Wasser nutzt, Wasser beherrscht und am Wasser liegt“, sagt Marion Köhler. So können am Sonnabend von 11 bis 18 Uhr im Hafen an der Wärderstraße in Geesthacht die historischen Eisbrecher besichtigt werden.

2015 hatten sich in der Metropolregion etwa 18000 Besucher bei Führungen, Vorführungen, Besichtigungen und „Denkmale in Aktion“ die historische Technik und die damalige Arbeitswelt erklären lassen. In der Touristen-Info im Krügerschen Haus in Geesthacht ist ein Programmheft erhältlich, in dem alle Attraktionen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern aufgelistet sind, die sich beteiligen. Speziell für Familien gibt es viele Aktionen, so kann im Hafenmuseum Hamburg das kleine Hafenpatent erworben werden. „Unsere historische Industrie- und Technikgeschichte wird bei uns grundsätzlich stark nachgefragt, aber viele Orte kann man tatsächlich nur bei Führungen wie jetzt zu den ,Tagen der Industriekultur‘ erleben“, sagt Tourismusmanagerin Anne Hartlich. Ihr Tipp: schnell anmelden und Plätze sichern.

Geesthacht

Ein Oldtimerbus mit Helmut Knust vom Heimatbund und Geschichtsverein fährt zahlreiche Stationen an: Hafen, Schleuse, Eisbrecher, Düneberger Pulverfabrik, Kernkraftwerk und Pumpspeicherwerk.

Abfahrt ist am Sonntag um 13.50 Uhr an der Haltestelle Schillerplatz. Die Busfahrt kostet zehn Euro.

„Auf den Spuren Alfred Nobels“ können Besucher mit dem Förderkreis Industriemuseum am Sonntag um 11 Uhr, „Elb-Matrose“ in Krümmel, wandeln.

Das Pumpspeicherwerk lädt am Sonntag um 14 und 16 Uhr zu Besichtigungen ein. Die Führungen macht Sabine Tolmin von Vattenfall. Sonnabend und Sonntag sind im Dialogicum des Werks jeweils von 13 bis 17 Uhr großformatige Bilder vom Bau zu sehen. Der Besuch ist kostenlos.

Anmeldungen sind für alle hier aufgeführten Veranstaltungen erforderlich bei der Touristen-Info unter Telefon 04152/836258 im Krügerschen Haus. Das dort untergebrachte GeesthachtMuseum ist übrigens an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet und gibt es Einblicke in die Industriegeschichte der Stadt.

Lauenburg

Der Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ startet am Sonnabend um 11 Uhr zur Rundfahrt nach Bleckede. Los geht es am Rufer-Platz. An Bord können sich Besucher alles genau ansehen. Sonntag legt das 117

Jahre alte schwimmende Denkmal zu kurzen Törns um 11.30, 13 und 14.45 Uhr ab.

Die Palmschleuse, am im Spätmittelalter gebauten Stecknitzkanal, können Interessierte morgen und am Sonntag jeweils um 14 Uhr im Rahmen einer Führung kennenlernen.

Das Wasser- und Motorenkraftwerk aus den 1920er Jahren lädt an beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr jeweils zur vollen Stunde zu Führungen ein.

Die Hitzler-Werft, Bahnhofstraße 4-12, können Besucher an beiden Tagen besichtigen. Führungen geben jeweils um 12, 14 und 16 Uhr Einblicke in den Schiffbau damals und heute.

Im Elbschifffahrtsmuseum sind jeweils ab 13 Uhr die Türen geöffnet.

In Siebeneichen verkehrt die historische Seilzugfähre über den Elbe-Lübeck-Kanal jeweils zwischen 9 und 19 Uhr nach Bedarf.

Timo Jann

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