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Lauenburg Der große weiße Wirt der Schlupfwespe
Lokales Lauenburg Der große weiße Wirt der Schlupfwespe
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23:24 24.09.2016
Dieser Große Kohlweißling labt sich an verspäteten Distelblüten. Ein kurzer Genuss, denn bald stirbt er. Quelle: Wolfgang Buchhorn
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Kohlweißlinge sind wohl die bekanntesten Schmetterlinge, aber nicht überall beliebt. Die nimmersatten Raupen lieben Kohl und werden damit zu Konkurrenten des Menschen. Dabei hält sich der Große Kohlweißling an die äußeren Blätter, die sowieso nicht geerntet werden, aber die Raupen des Kleinen Kohlweißlings dringen in den Kohlkopf vor, durchlöchern ihn und verschmutzen ihn mit ihrem Kot. Da kann einem der Appetit auf Kohl vergehen.

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Bis Ende September fliegen noch Kohlweißlinge, sie sterben aber beim ersten Frosteinbruch des Jahres. Nur die Puppen überwintern. Es sind Gürtelpuppen, die mit dem Kopf nach oben in Ritzen von Holz und Mauern zu finden sind, mit einem seidenen Gürtel an der Unterlage befestigt. Im nächsten Frühling schlüpft dann die neue Faltergeneration und legt die Eier zunächst an wildwachsenden Kreuzblütlern ab. Erst die zweite Generation überfällt die Kohlfelder. Im Garten kann man die Raupen auch an der Kapuzinerkresse finden.

Kohlweißlingsraupen werden oft von einer nur zwei Millimeter langen Schlupfwespe befallen, die ihre 20 bis 30 Eier per Legebohrer in die junge Raupe schmuggelt. Die Wespenlarven ernähren sich von der Blutflüssigkeit ihres Wirtes, ohne die Organe anzugreifen, und bohren sich schließlich durch die Haut in die Außenwelt. Neben der sterbenden Raupe verpuppen sie sich in auffällig zitronengelben bis orangenen Kokons, die im Volksmund „Raupeneier“ genannt werden; Unsinn natürlich schon deswegen, weil nicht die Raupen, sondern erst die Schmetterlinge Eier legen.

Karsten Gärtner

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