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Lauenburg Detlef Fahlbusch zum neuen Möllner SPD-Chef gewählt
Lokales Lauenburg Detlef Fahlbusch zum neuen Möllner SPD-Chef gewählt
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20:22 02.09.2013
Fraktionschef Uwe Schlegel dankt Kirsten Patzke für ihr bisheriges Engagement. Links der neue SPD-Vorsitzende Detlef Fahlbusch. Quelle: Fotos: mst

Der Möllner SPD-Ortsverein hat bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung den Stadtvertreter Detlef Fahlbusch zu seinem neuen Parteichef gewählt. Es sei eine Ehre, diesen Ortsverein führen zu dürfen, gratulierte der SPD-Kreisvorsitzende Peter Eichstädt. Die Möllner Sozialdemokraten bekräftigten ihre Haltung, das marode Kurmittelhaus nicht zu sanieren, sondern durch einen kleineren Neubau zu ersetzen — wenn ein solches Projekt finanzierbar ist.

Die 20 stimmberechtigten SPD- Mitglieder votierten im Schützenhof bei einer Enthaltung geschlossen für den neuen Vorsitzenden. Fahlbusch ist von Beruf Rechtsanwalt, 64 Jahre alt und gehört seit der Kommunalwahl zu den Möllner Ratsherren. Er tritt die Nachfolge von Kirsten Patzke an, die sich nicht um eine weitere Amtszeit bewarb. Die Versammlung wählte Luise Ehmcke und Susanne Tedt-Steigmeier zu Stellvertreterinnen des neuen Vorsitzenden. Christian Bendig kümmert sich wie bisher um die Finanzen des Ortsvereins. Die sieben Beisitzer im Vorstand sind jetzt Hans-Ullrich Ahrens, Niels Weis, Heike Bäumner-Hansen, Ulrich Woßlick, Dieter Müller, Rolf Barber und Denes Kelemen. Kelemen gehört inzwischen auch zu den SPD-Stadtvertretern, weil Susanne Tedt-Steigmeier aus privaten Gründen auf ihren Sitz in der Ratsversammlung verzichtete.

In der ausführlichen Diskussion über die Zukunft des Kurmittelhauses wurde bekannt, dass die Stadtwerke als Betreiber der Einrichtung zurzeit ein Gutachten über mögliche Sanierungskosten und andere Fragen anfertigen lassen. „Lasst uns das Alte wegnehmen und was Neues hinstellen“, plädierte Fraktionschef Uwe Schlegel für eine Neubaulösung. Allerdings sind sich die Sozialdemokraten einig, dass die Finanzierungsfrage und die Folgekosten für die Stadt das entscheidende Problem sind. Bürgermeister Jan Wiegels wies darauf hin, dass bei den Überlegungen der anfallende Kapitaldienst nicht vergessen werden dürfe: „Dann sind wir schon bei beachtlichen Größenordnungen“, argumentierte der sozialdemokratische Verwaltungschef. Die Zukunft der Einrichtung steht in Frage, weil sie ein jährliches Defizit von um die 600 000 Euro produziert.

Keinen Hehl aus seiner Skepsis über eine Fortführung des Kurmittelhausbetriebes machte der neue Parteichef Fahlbusch. Angesichts der großen finanziellen Probleme der Stadt sagte er: „Politik hat manchmal auch die Aufgabe, unangenehme Entscheidungen zu treffen. Eine Lösung für das Kurmittelhaus muss eine finanzielle Begrenzung haben, alles andere ist abenteuerlich.“ Eine solche Begrenzung könnte laut Kirsten Patzke bei einem Zuschussbedarf von jährlich 200 000 Euro liegen.

Gäste bei den Sozialdemokraten im Schützenhof waren Christian Klein und Peter Friedrich von der Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt des Kurmittelhauses einsetzt. Die Kurmittelfreunde versicherten, dass sie sich freuen würden,wenn sich die Parteien auf eine akzeptable Lösung einigten: „Sonst ziehen wir unseren Bürgerentscheid durch“, machte Klein die Absichten der Bürgerinitiative deutlich.

Eichstädt tritt ab
Ein personeller Umbruch zeichnet sich auch für den SPD-Kreisvorstand ab. Wie bei der Versammlung in Mölln bekannt wurde, will sich die bisherige Möllner Parteichefin Kirsten Patzke als Kreisvorsitzende der Sozialdemokraten bewerben. Amtsinhaber Peter Eichstädt tritt beim Kreisparteitag im Oktober nicht wieder für den Chefposten an, weil er sich auf seine Aufgaben als Landtagsabgeordneter konzentrieren möchte. Nach LN-Informationen bewirbt sich die schleswig-holsteinische Bürgerbeauftragte und frühere Kreistagsabgeordnete Birgit Wille aus Groß Grönau als stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes.

Martin Stein

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