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Lauenburg Die Bernsteinschnecke lebt in Feuchtgebieten
Lokales Lauenburg Die Bernsteinschnecke lebt in Feuchtgebieten
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18:25 28.10.2017

Nicht selten wird die Bernsteinschnecke für eine an Land geratene Wasserschnecke gehalten, weil ihr eineinhalb Zentimeter großes Gehäuse so länglich und dünnschalig ist und weil sie häufig in Wassernähe gefunden wird.

Setzt jemand sie irrtümlich ins Wasser, ist das nicht schlimm, denn die Bernsteinschnecke ertrinkt nicht, kann stundenlang unter Wasser überleben, ehe sie an einem Schilfhalm wieder an die Luft kriecht. Ihr Gehäuse wirkt nur dann bernsteingelb, wenn der Körper hell ist, der aber wie auf dem Foto seltener auch schwarz sein kann. Bernsteinschnecken leben nur in Feuchtgebieten, fallen deswegen dem Menschen nicht im Garten zur Last.

Wenn die Bernsteinschnecke beim Fressen zufällig Reste von Vogelkot aufnimmt, kann sie sich mit einem hochspezialisierten Schmarotzer, einem Saugwurm, anstecken, der sich in der Schnecke vermehrt und dessen Fortsätze schließlich in die Schneckenfühler hineinwachsen. Die Fühler der Bernsteinschnecke schwellen dann an, machen pulsierende Bewegungen und werden von Vögeln für Würmer oder Maden gehalten. Sie fressen die Schnecke oder auch nur die Fühler und nehmen damit den Schmarotzer auf, der sich im Vogel vermehrt und dessen Eier vom Vogel ausgeschieden werden. Damit schließt sich der Kreis. Nur im ewigen Wirtswechsel zwischen Schnecke und Vogel kann sich dieser Schmarotzer sich fortpflanzen. TEXT: K. GÄRTNER / FOTO: W. BUCHHORN

LN

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