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Lauenburg Die Dunkelheit im „Sonneneimer“
Lokales Lauenburg Die Dunkelheit im „Sonneneimer“
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20:10 20.03.2015
Peter Lüneburg von der Fachgruppe Astronomie der Volkshochschule Berkenthin erklärt den wissbegierigen Schülerinnen und Schülern der Grund- und Gemeinschaftsschule Stecknitz in Berkenthin Näheres zur gestrigen Sonnenfinsternis. Quelle: Fotos: Strunk
Berkenthin

Berkenthin/Schwarzenbek — „Nehmt das mit! Die nächste — totale — Sonnenfinsternis findet erst wieder 2081 statt“, sagte Frank Szemkus, Leiter der Volkshochschul-Fachgruppe Astronomie. Und er stieß auf riesiges Interesse. In der ersten großen Pause wurden gestern die fünf Mitglieder der VHS-Gruppe auf dem Schulhof umzingelt, belagert und „gelöchert“ von Dutzenden Schülern, die sich an allen fünf „Stationen“ drängelten, um dort einen Blick auf die Sonne und den sich vor sie schiebenden Mond zu erhaschen. Szemkus und Co. hatten vom High-Tech-Teleskop bis zum Bastelsatz aus Karton verschiedene Beobachtungsstationen aufgebaut.

Szemkus selbst hatte an seinem Teleskop eine Digitalkamera installiert, mit der er kontinuierlich Fotos vom Verlauf der Sonnenfinsternis machte. Andreas Kauschke fotografierte mit seiner Kamera, deren Objektiv mit einer Silberfolie überspannt war. Detlev Leinhas hatte sich einen „Sonneneimer“ gebastelt: Ein Kameraobjektiv mit Schutzdeckel (und einem kleinen Loch darin) hatte er in einen schwarzen Eimer „gepflanzt“. Der Eimer war an einer Seite geöffnet, am Boden eine kleine weiße „Leinwand“ gespannt, auf der der Fortschritt der Sonnenfinsternis für alle ohne Gefahr einer Erblindung zu sehen war. Die Schüler zeigten sich hochinteressiert. Jessica, Mayte und ihre Freundinnen aus der 9. Klasse fotografierten eifrig mit ihren Handys. Deren Fotolinsen dunkelten sie mit den von der VHS ausgegebenen Sonnenschutzbrillen ab.

Gegen 10.40 Uhr verkündete Frank Szemkus „das Maximum“. Da war der größte Teil der Sonne durch den Halbschatten des Mondes bedeckt. Merken konnten die Beteiligten dies nicht nur an dem diffusen, gedämpften Licht, sondern auch an den zunehmend kühleren Temperaturen.

Auch die Schüler des Schwarzenbeker Gymnasiums hatten sich rechtzeitig in Position gebracht. Gegen 10.45 Uhr hatte sich die Schulgemeinschaft auf den Schulhöfen versammelt. Die Sonnenfinsternis in Berkenthin und dem Rest des Kreises dauerte von etwa 9.30 bis 12.30 Uhr. Die „totale Finsternis“ war gestern nur von den Bewohnern der Faröer-Inseln im Nordatlantik zu beobachten.

„Die nächste Finsternis ist erst wieder 2081.“
Frank Szemkus, VHS

unk

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