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Lauenburg Die Elbe hat sich zurückgezogen
Lokales Lauenburg Die Elbe hat sich zurückgezogen
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21:22 05.07.2013
Von Silke Geercken
Die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser in Lauenburg laufen auf vollen Touren. Im Restaurant Altes Schifferhaus werden Trockner aufgestellt. Das Restaurant ist bis auf weiteres geschlossen. Quelle: Fotos: ge
Lauenburg

Während die Altstadtbewohner immer noch dabei sind, die Folgen der Flut zu beseitigen, haben die Gastronomen der Lauenburger Oberstadt eine Initiative ergriffen, um ebenfalls auf sich aufmerksam zu machen: Fünf Gastwirte haben ein neues Schild auf dem Lösch- und Ladeplatz an der Elbe aufgestellt. Hier ist häufig der erste Anlaufpunkt für Touristen. Viele Radfahrer, die den Elberadweg benutzen, fahren hier vorbei.

„Das Schild soll darauf hinweisen, dass es auch in der Oberstadt ein gutes gastronomisches Angebot gibt“, sagt Thomas Timm vom Hotel Bellevue. „Lauenburg hat mehr als die Altstadt“, meint auch Walter Weber-Niemann (Lauenburger Mühle). Die gesamte Gastronomie in der Elbestadt habe durch das Hochwasser große Verluste erlitten. „Es gibt Stornierungen bis August, obwohl die Stadt jetzt wieder frei ist, auch für Radfahrer. Wir sind im Sommer auf Touristen angewiesen.“ Das Schild wurde vom Atelier Squigges konzipiert. Bernd Jacob und sein Team sind vor drei Jahren von Geesthacht nach Lauenburg umgezogen. „Mit Blick auf die Elbe lässt es sich einfach hervorragend arbeiten“, sagt Jacob.

Unterdessen laufen in den Häusern der Elbstraße noch immer die Aufräum- und Renovierungsarbeiten. Viele Anlieger versuchen, ihre Räume mit Trocknern zu entfeuchten, wie das noch geschlossene Restaurant Zum alten Schifferhaus. Spaziergänge und Radtouren sind in der Altstadt wieder uneingeschränkt möglich. Die Elbe hat sich zurück gezogen — bis zum nächsten Mal?

Lauenburg diskutiert über Hochwasser
Der grüne Bundestagsabgeordnete Dr. Konstantin von Notz und der grüne Lauenburger Ortsverein laden zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „ökologischer Hochwasserschutz“ am Mittwoch, 10. Juli, um 19.30 in die Heinrich-Osterwold-Halle ein. „Nach Naturkatastrophen wie der Elbeflut gehen die Überlegungen, wie man eine solche verhindern oder zumindest abmildern kann, stets von neuem los. Vor allem ist es wichtig, langfristig wirksame Maßnahmen zu realisieren, die über die Interessen der Einzelgemeinden hinaus den gesamten Fluss-Anrainern helfen. Spundwände oder erhöhte Deiche im Stadtgebiet können hilfreich sein, um die betreffende Gemeinde vor den Wassermassen zu schützen. Sie helfen aber nicht, das Flutproblem für den gesamten Flussverlauf zu mildern, sondern können dieses für flussabwärts gelegene Gemeinden sogar noch verschärfen“, sagt Sprecher Martin Merlitz. Ökologische Maßnahmen wie die Renaturalisierung von Bach- und Flussverläufen und das Schaffen von Überflutungsgebieten und Poldern könnten dem Wasser hingegen Kraft nehmen und Überflutungsfolgen mindern. Auf dem Podium sitzen Dr. Valerie Wilms, Dr. Konstantin von Notz, Kreiswehrführer Michael Raddatz, Dr. Hajo Krasemann aus dem Geesthachter Helmholz-Zentrum, Anliegerin Katharina Bunzel.

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