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Lauenburg Die Eulenspiegel-Festspiele sind auf dem Markt angekommen
Lokales Lauenburg Die Eulenspiegel-Festspiele sind auf dem Markt angekommen
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14:57 05.04.2017
Bei den Eulenspiegel-Festspielen sollen sich die Ränge füllen. Auf der Tribüne auf dem Markt finden fast 600 Zuschauer Platz. Quelle: Fotos: Philip Schülermann
Mölln

Der Marktplatz mitten in der Möllner Innenstadt wird zum Theater. Eine große Tribüne für 593 Zuschauer steht bereits, die Bühne vor dem historischen Rathaus auch. Zwei Türme mit Scheinwerfern umgeben die Ränge. An der Beleuchtung und dem Sound wird noch gefeilt — alles, damit die Atmosphäre stimmt, wenn am Donnerstag, 6. August, die Eulenspiegel-Festspiele beginnen.

„Wir haben im Vergleich zum letzten Mal ordentlich aufgestockt“, sagt Marc Dittrich, technischer Leiter der Festspiele. 150 kW Leistung, „wenn alle Lampen leuchten“, erläutert der 45-jährige Beleuchtungsexperte aus dem Landkreis Gifhorn.

Dominik Paetzholdt (37) ist der Regisseur der diesjährigen Eulenspiegel-Festspiele. Er ist mit einem ganzen Team aus Berlin angereist: Choreografin, Kostüm- und Bühnenbildner und eine Schauspielerin gehören dazu. Dittrich und er kennen sich nur vom Telefon, als sie das Lichtkonzept besprochen haben. Es spiele eine wichtige Rolle in dem Stück, sagt er. Es gebe viele verschiedene Bilder, Zeit- und Ortswechsel, die immer anders beleuchtet werden müssten. „Es gibt modernes und altes Licht, je nach dem, in welcher Zeit das Stück gerade spielt. Die Handlung erinnere an „Goodbye Lenin“, erzählt der künstlerische Leiter der „Distel“ in Berlin: Till Eulenspiegel wacht nach über 660 Jahren in der Gegenwart auf. Die Möllner spielen ihm das Mittelalter vor — getreu dem Motto „Eine Stadt spielt Theater“.

Sowohl das Rathaus als auch der Domplatz werden bespielt. Das ist eine große Herausforderung für die Technik. „Wir brauchen eine Mischung aus Architektur- und Bühnenbeleuchtung“, sagt Techniker Dittrich. Außerdem werde das Gebäude von innen mit LED-Leuchten in verschiedenen Farben erhellt. Open Air sei eben anders als Theater, sagt er.

Bis das Lichtkonzept endgültig fertig ist, wird es noch dauern. Heute Nacht testen Paetzholdt und Dittrich das Licht zum ersten Mal, um danach an den Feinheiten zu arbeiten. „Es gibt Techniker, die haben keinen künstlerischen Anspruch“, sagt Paetzholdt. Marc Dittrich denke aber künstlerisch mit, sagt er.

In „Till auf schelmischer Mission“ wird auch gesungen und das Stück von einer dreiköpfigen Band begleitet, die oben am Domplatz sitzt. Sie und die Schauspieler sind über Lautsprecher zu hören.

Die Wetterprognose sei gut, sagt Jochen Buchholz, Leiter der Kurverwaltung und Produzent. Das ist wichtig für die Technik: „Uns stellt das Wetter vor große Probleme — erst warm, dann wieder Regen“, sagt Dittrich. Darauf müsse er manchmal spontan reagieren.

Eulenspiegel-Festspiele, 6. bis 23. August, Karten ab 29,50 Euro in der

Tourist-Information Mölln.

Philip Schülermann

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