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Lauenburg Die Gemeine Wespe ist ehrlich
Lokales Lauenburg Die Gemeine Wespe ist ehrlich
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18:20 30.09.2017

Die Gemeine Wespe kann zwar gemein stechen, ihr Name bedeutet aber allgemein, gewöhnlich. Jedenfalls ist die Gemeine Wespe nicht hinterlistig, sondern ehrlich. Mit ihrer schwarz-gelben Warnfarbe zeigt sie deutlich: Lass mich und mein Volk in Ruhe, sonst steche ich. Jetzt im Herbst fallen die Wespen besonders auf, weil ihre Völker auf die maximale Größe von 3000 bis ausnahmsweise 10000 Individuen angewachsen sind. Auf der Suche nach reifen Äpfeln, Birnen und Pflaumen werden sie auch von Fruchtsäften angelockt. Vor allem Kinder sollten im Freien Trinkhalme benutzen, um einem gefährlichen Stich in den Mund- und Rachenraum vorzubeugen.Ende Oktober stirbt das Wespenvolk bis auf die zwei Zentimeter großen jungen Königinnen, die sich zuvor mit Drohnen gepaart haben und dann einzeln in morschem Holz, unter Rinde oder im Moos überwintern. Im nächsten Frühling gründet jede Jungkönigin ganz allein einen neuen Staat. In verlassenen Mauselöchern, aber auch auf Dachböden oder in Rollladenkästen baut sie aus zerkautem Holz die ersten Zellen, in die sie ihre Eier legt. Sie erbeutet Insekten, um damit die Larven zu füttern, baut neue Zellen, legt wieder Eier.

Der Stress für die Königin hat erst ein Ende, wenn die nur zwölf Millimeter großen Arbeiterinnen geschlüpft sind und der Königin alle Arbeit abnehmen. Sie konzentriert sich dann nur noch auf das Eierlegen, während ihr Volk das Nest bis auf Fußballgröße erweitert und massenhaft Nahrung heranschafft. TEXT: K. GÄRTNER / FOTO: W. BUCHHORN

LN

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