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Lauenburg Die Hitzewelle macht auch den Arbeitsmarkt träge
Lokales Lauenburg Die Hitzewelle macht auch den Arbeitsmarkt träge
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20:19 31.07.2018
„Mit 5,0 Prozent verzeichnen wir die niedrigste Arbeits- losenquote in einem Juli seit Erhebung der Daten auf Kreisebene.Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe
Bad Oldeloe/Mölln

Im Vorjahr waren 5629 und damit 385 mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag seinerzeit bei 5,5 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg entwickelt sich weiter positiv. Mit der Quote von 5,0 Prozent verzeichnen wir die niedrigste Arbeitslosenquote in einem Juli seit Erhebung der Arbeitslosendaten 1997 auf Kreisebene. Aufgrund der anhaltend niedrigen Zahl an Arbeitslosen in den vergangenen Monaten fällt der recht geringe Anstieg natürlich prozentual stärker ins Gewicht“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der auch fürs Lauenburgische zuständigen Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Der leichte Anstieg der Zahl der Arbeitslosen in diesem Monat ist typisch für die Sommerferien. Zum einen melden sich viele junge Menschen nach Ende ihrer Schulzeit oder ihrer Ausbildung arbeitslos, bevor sie dann nach den Ferien eine Ausbildung, ein Studium oder Arbeit aufnehmen. Zum anderen macht sich auch das Ende des zweiten Quartals am 30. Juni bemerkbar, an dem erfahrungsgemäß viele befristete Arbeitsverträge enden. Neueinstellungen erfolgen üblicherweise erst zum Ende der Sommerferien, da auch die Personalverantwortlichen vieler Unternehmen derzeit Urlaub machen.“

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im Juli 400 neue Stellen gemeldet worden. Damit sind aktuell 1393 sozialversicherungspflichtige Stellen im Lauenburgischen zu besetzen, knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten neuen Mitarbeiter werden von Unternehmen im Bereich Produktion, Logistik, Schutz und Sicherheit sowie im Gesundheits- und Sozialwesen gesucht. Von den derzeit 5244 arbeitslosen Menschen im Kreis sind 544 Schutzsuchende, 35 mehr als im Vormonat. Insgesamt werden von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Herzogtum Lauenburg aktuell 1190 geflüchtete Menschen betreut. Die Mehrzahl von ihnen besucht einen Sprach- oder Integrationskursus oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters und gilt damit nicht als arbeitslos. Ebenfalls nicht als arbeitslos gezählt werden auch Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind. Sie alle finden sich zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung wieder, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt läuft

Viele Unternehmen im Kreis Herzogtum Lauenburg sind immer noch auf der Suche nach Auszubildenden für den diesjährigen Ausbildungsbeginn. Seit Herbst vergangenen Jahres haben sie der Arbeitsagentur insgesamt 959 Ausbildungsstellen gemeldet und damit gut ein Prozent mehr als im Vorjahr. Für 406 der Stellen sind noch keine Auszubildenden gefunden.

Daher appelliert Grote-Seifert an die Ausbildungssuchenden, die bisher noch keinen Platz gefunden haben, am Ball zu bleiben: „Auch nach dem 1. August bestehen noch gute Chancen für den Einstieg in die Ausbildung.“

LN

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