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Lauenburg Die Kultur im Kreis Herzogtum Lauenburg vernetzt sich
Lokales Lauenburg Die Kultur im Kreis Herzogtum Lauenburg vernetzt sich
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22:38 19.01.2016
Volles Haus im Stadthauptmannshof: Die Gäste diskutierten mit der Stiftung Herzogtum Lauenburg über Kulturprojekte. Quelle: Philip Schülermann

Zum ersten Mal hatte die Stiftung Herzogtum Lauenburg zum „Glaspalast-Gespräch“ am Montagabend in den Möllner Stadthauptmannshof geladen. Das Gespräch gehört zum „Kulturknotenpunkt“. Einen solchen gibt es im Kreis seit vergangenem Jahr. Ziel: Vernetzung von Kulturschaffenden.

20000 Euro gab es vom Land, 8000 zusätzlich vom Kreis. Bis 2019 läuft das Projekt „Kulturknotenpunkt“ und die Stiftung, der Träger, hat einiges vor. In diesem Jahr will sie sich vorrangig um die Arbeit in der Kinder- und Jugendkultur kümmern, in den folgenden Jahren dann um Kultur in Tourismus, sozialen Einrichtungen und schließlich um die Wirtschaft kümmern. Partnerschaften sollen entstehen. „Wir können nur das Dach, die Struktur, geben“, sagte Andrea Funk, Geschäftsführerin der Stiftung. Beim „Kulturknotenpunkt“ gehe es darum, sich gegenseitig Tipps und Hilfe zu geben und Fachleute zu vermitteln. Außerdem solle eine digitale Datenbank entstehen. Immer wieder betonte die Stiftungsspitze aber: Die Möglichkeiten seien begrenzt.

Bildhauerin Regine Bonke wünsche sich eine Datenbank für Termine, um Überschneidungen zu vermeiden. Stiftungsvorstand Jörg-Rüdiger Geschke kündigte an, ihr Kalender solle zukünftig mit dem der HLMS vernetzt sein.

Der Kritik, die Stiftung habe eine Monopolstellung in Sachen Kultur, widersprach Präsident Klaus Schlie. Schließlich verpflichte sie niemand zu irgendetwas. „Wir sind kein Alleinvertreter im Kreis“, ergänzte Geschke.

„Das Programm ist ein Gemischtwarenladen“, sagte Geschke. Und das solle auch so sein. „Von Amateuren bis Profis“ seien alle eingeladen, sich für den Knotenpunkt zu engagieren. Geschke: „Es geht nicht darum, ein Konzert zu fördern, das sowieso statt findet.“

„Wie unterscheidet sich die Arbeit des „Knotenpunkts“ von der der Stiftung?“, wollte Klaus Thormählen, grüner Kreistagsabgeordneter, wissen. „Die Vernetzung wurde dort nicht so herausgehoben“, sagte Andrea Funke.

Erste Vorschläge für Vernetzungsmöglichkeiten kamen aus dem Publikum bereits: Ob mit Archiven, Museen, Konzertreihen oder der Flüchtlingsarbeit.

Für mehr Kunst und Kultur im ländlichen Raum
Mit „Kulturknotenpunkten“ möchte die Landesregierung Angebotsstrukturen im ländlichen Raum mit einander und mit großen Zentren vernetzen. Die „Knotenpunkte“ dienen als Ansprechpartner und Berater für regionale Akteure und unterstützen bei der Kulturarbeit.
Drei dieser Netzwerke gibt es in Schleswig-Holstein: Nordfriesland/Nordschleswig, Dithmarschen/Steinburg und Herzogtum Lauenburg/ Stormarn. Die Koordination der regionalen „Knotenpunkte“ hat der Landeskulturverband Schleswig-Holstein übernommen.

Philip Schülermann

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