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18:29 11.06.2016
Sieht leicht aus, ist aber ganz schön schwer: Die Möllner „Akro-Kids“ bei einer Choreografie. Die Jungen und Mädchen, zwischen fünf und 15 Jahre alt, sind höchst talentiert. Quelle: Norbert Dreessen

Man muss nicht in den Zirkus gehen, um talentierte Akrobaten zu bewundern. In Mölln geht das einfacher, denn dort gibt es seit drei Jahren die „Akro-Kids“. Hinter diesem flotten Namen verbirgt sich eine fast 40-köpfige Gruppe der Möllner Sportvereinigung (MSV), in der Mädchen und Jungen erstaunliche artistische Leistungen vollbringen.

„Vorher wurde hier schon ein bisschen Spaß-Akrobatik betrieben“, sagt Petra Walther, von Anfang an Trainerin der Gruppe. Doch inzwischen betreibe man das akrobatische Turnen als echte Sportart – wobei die Freude weiterhin nicht zu kurz kommt. Beim Training wird mindestens so viel gelacht wie geschwitzt. „Es ist sehr anstrengend, aber es macht auch einen Riesenspaß“, sagt zum Beispiel Fiene (13) nach einer besonders schwierigen Übung.

Derzeit sind die jüngsten Aktiven gerade mal fünf Jahre alt, die ältesten 15. Mädchen sind mit gut 90 Prozent klar in der Überzahl. Wer noch keine Erfahrung hat, ist zunächst einmal in der Anfängergruppe gut aufgehoben, später kann sie oder er dann in die Leistungsgruppe wechseln. Und die trägt in Mölln ihren Namen zu Recht, denn bei Wettkämpfen in ganz Norddeutschland konnten bereits mehrere Spitzenplätze erkämpft werden, vor Kurzem erst wieder auf der Insel Rügen. Olympisch ist die Sportakrobatik zwar noch nicht, aber nationale und internationale Vergleiche bis hin zu Weltmeisterschaften gibt es bereits.

Die gelenkigen Sportler zeigen vor allem, auf welch vielfältige Art und Weise menschliche Pyramiden gebaut werden können. Ulrike Kurz, Abteilungsleiterin in Mölln und Sportakrobatik-Kampfrichterin mit Landeslizenz, erklärt dazu: „Der Oberpartner kann immer nur so viel leisten, wie ihm der Unterpartner an Möglichkeiten vorgibt. Der Oberpartner findet kein fixes berechenbares Gerät vor, sondern einen Menschen mit allen Stärken und Schwächen, der schier Unglaubliches an Kraft, Reaktionsschnelligkeit und Einfühlungsvermögen leisten muss.“ Gegenseitiges Vertrauen sei da unabdingbar. Bei einer mit Musikuntermalung absolvierten Choreographie soll schließlich alles klappen, vom Salto bis zum Handstand.

Ihr Können präsentieren die „Akro-Kids“ nicht nur beim Training und bei Meisterschaften, sondern auch bei Veranstaltungen anderer Art. Ob Stadtfest, Firmenjubiläum oder Hochzeit, die jungen Akrobaten können in kleineren oder größeren Gruppen gebucht werden und verblüffen ihr Publikum immer wieder mit ihrer Beweglichkeit, ihrem Einfallsreichtum und ihrer Kraft. Öffentliche Auftritte werden auch genutzt, um etwas Geld für die noch recht neue Abteilung zu sammeln. Von den Fahrtkosten zu Turnierorten über die Show-Trikots bis zu einem kürzlich angeschafften Podest für besonders schwierige Übungen reicht die Liste der Ausgaben.

„Sponsoren und Spender sind bei uns herzlich willkommen“, sagt die Trainerin. Das gilt auch für das jährliche Trainingslager, das immer mit einem befreundeten Verein aus Bayern gemeinsam gestaltet wird. In diesem Jahr findet es vom 21. bis 27. August in Scharbeutz an der Ostsee statt.

Schnuppertraining immer donnerstags

Die Sportakrobaten der MSV nehmen gern noch weitere Jungen und Mädchen auf. Wer Interesse hat, kann sich unter Telefon 0179/4607963 an die Leiterin Petra Walther wenden. Natürlich dürfen Interessenten auch mal unverbindlich zu einem Trianingsnachmittag kommen. Dort geben Petra Walther und Assistent Daniel Ritter Auskunft. Termin hierfür: immer donnerstags um 15.30 Uhr in der alten Dreifeld-Sporthalle auf dem Möllner Schulberg.

Norbert Dreessen

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