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Lauenburg Die Wachtel – Verlierer der Landwirtschaft
Lokales Lauenburg Die Wachtel – Verlierer der Landwirtschaft
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18:19 11.06.2016
Die kleinsten europäischen Hühnervögel leben versteckt, sind meist nur zu hören. Hoch aufgereckt kräht der Wachtelhahn. Quelle: Wolfgang Buchhorn

Pick-wer-wick!“ tönt es scharf und unverkennbar aus Getreidefeldern, Brachflächen und Kleeschlägen bis zu einem halben Kilometer weit, so prägnant ist der Ruf. „Bück den Rück!“ haben die Landleute heraus gehört, wenn sie beim Rübenhacken den ganzen Tag in ungesunder Haltung auf dem Feld arbeiten mussten. Es ist der Wachtelschlag, den man heute nur noch selten zu hören bekommt.

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Tier der Woche

Die Wachtel gehört zu den Verlierern der modernen Landwirtschaft. Als kleinster europäischer Hühnervogel ist sie mit 100 Gramm nur so schwer wie eine Amsel. Sie lebt so versteckt, dass man sie ohne das markante Krähen des Hahnes gar nicht bemerken würde.

Im Gegensatz zum Rebhuhn leben Wachteln nicht als Paar zusammen. Für das Brüten und das Führen der Jungen ist allein das Weibchen zuständig. Sie hat sieben bis zwölf Eier und legt sie in eine Bodenmulde. Bestimmt hat man schon die gelblichen Eier mit kräftiger dunkler Fleckung gesehen – im Supermarkt. Die aus Farmen stammenden Wachteleier gelten als Delikatesse.

Weil die Henne erst mit dem Brüten anfängt, wenn alle Eier gelegt sind, schlüpfen die winzigen Küken gleichzeitig. Das ist auch notwendig, damit die Mutter ihre Kinderschar gleich vom Nest weg führen kann. Schon mit zwei Wochen können sie bei Gefahr auffliegen.

Karsten Gärtner

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