Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Die bloggende Pröbstin
Lokales Lauenburg Die bloggende Pröbstin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:49 05.03.2016
Frauke Eiben, Pröpstin im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, befindet sich seit Anfang des Jahres in einer Sabbatzeit. Ihre Auszeit nutzt sie hauptsächlich für Reisen. Quelle: privat

Im Februar ging es nach Indien, im März folgt Südafrika. In beiden Ländern engagiert sich die Pröpstin seit Jahren in der ökumenischen Partnerschafts- und Friedensarbeit. „Diese Arbeit ist mir sehr wichtig; sie zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben“, sagt Eiben.

Zur Galerie
Pröpstin Eiben bloggt aus Indien und Südafrika

Um viele Menschen an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen, berichtet Frauke Eiben auf ihrem Blog über ihre Reisen. In Indien beeindruckte und begeisterte die Pröpstin die Begegnung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Orissa. Sie besuchte Jeypore, Littiguda, Doliambo und Laxmipur sowie einige entlegene Bergdörfer. Hier erlebte sie herzliche Gastfreundschaft und gemeinsame Gottesdienste mit den indischen Christen. Als Highlight bezeichnet Frauke Eiben die Frauenkonferenz in Littiguda mit 650 Teilnehmerinnen: „Vorträge, Workshops, Diskussionen, Gottesdienst, viel Musik und Tanz begeisterten alle und waren eine große Ermutigung für die Frauen, ihre Rolle in Kirche und Gesellschaft ernst zu nehmen. Eine selbstverständliche Gleichberechtigung ist noch lange nicht in Sicht, aber die Frauen sind sich ihrer Aufgabe bewusst: Entwicklung und Frieden entsteht, wenn die Frauen sich aktiv dafür einsetzen.“ Herzerfrischend habe sie allerorts die fröhliche Offenheit der Kinder und Jugendlichen erfahren. Mit einem „Hallo Didi!“ (Hallo, große Schwester) wurde Kontakt geknüpft, gespielt, erzählt oder einfach nur gelacht. Am Ende der Reise gab es ein paar touristische Höhepunkte: Goa und Mumbai, Strand und eine quirlige Großstadt. Ein wenig anstrengend war die Reise aber auch: „Es herrschte sommerliche Hitze in Indien; und die vielen Autofahrten über staubige und unebene Straßen waren doch recht unbequem“, so Eiben. Als nächstes wird sie von ihrer Fahrt nach Südafrika schreiben, zu der sich Eiben soeben aufgemacht hat. „Zwischendurch nutzte ich aber die Zeit, schöne kalte, norddeutsche Luft zu atmen.“ Ihr Weg in Südafrika führt die Pröpstin zunächst mach Kapstadt. Dort wird sie 14 Tage im Institute for Healing of Memories mitarbeiten. Das Institut, das vor 20 Jahren von dem anglikanischen Priester Michael Lapsley gegründet wurde, widmet sich der Friedens- und Traumaarbeit. Jede Geschichte braucht einen Zuhörer, ist die seelsorgerliche Haltung, mit der Menschen die Chance erhalten, über erlittenes Unrecht zu sprechen. Frauke Eiben wird an Workshops teilnehmen und das Handwerkszeug der Friedensarbeit kennenlernen. Dann geht es für gut zehn Tage auf eine Reise, in der Projekte von Brot für die Welt in Kapstadt und Johannesburg im Mittelpunkt stehen.

• www.blickwexxel.com

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige