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Lauenburg Die ersten vier Wochen in Kiel waren spannend!
Lokales Lauenburg Die ersten vier Wochen in Kiel waren spannend!
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22:30 04.07.2017
„Politische Gegensätze werden hier viel deutlicher herausgearbeitet und sind sichtbarer, als beispielsweise in der Kommunalpolitik.“ Kathrin Wagner-Bockey

Wenn ich gefragt werde, wie meine ersten vier Wochen als Berufspolitikerin gelaufen sind, dann gibt es dafür eigentlich nur einen Satz: Es war spannend! Es ist toll, plötzlich ganz dicht am Pulsschlag der Landespolitik zu sein und es war mir eine Ehre, stellvertretend für die vielen Menschen in meinem Wahlkreis, im Plenarsaal Platz zu nehmen. Politische Gegensätze werden hier viel deutlicher herausgearbeitet und sichtbar, als beispielsweise in der Kommunalpolitik. Es spricht für eine gute demokratische Kultur, dass dabei niemand versucht, sich auf Kosten der neuen Abgeordneten zu profilieren.

Als Polizistin lag es nahe, die Funktion der polizeipolitischen Sprecherin der SPD zu übernehmen. Parallel wurde ich zur stellvertretenden Innenausschuss-Vorsitzenden gewählt. Dort begann die Arbeit gleich einen Tag nach der Konstituierung des Landtages. Inhaltlich befassen wir uns gerade mit der „Rockeraffäre“, deren Ursprünge schon mehrere Jahre zurück liegen. Ich werde jetzt zum ersten Mal erleben, wie ein Akteneinsichtsgesuch in der Praxis aus politischer Sicht funktioniert. Dieser Perspektivwechsel öffnet noch einmal den Blick für die Wichtigkeit der parlamentarischen Kontrolle.

Ich freue mich, dass ich ebenfalls zum Mitglied des Ausschusses Hamburg-Schleswig-Holstein bestimmt wurde. Ich glaube, dass die gute Zusammenarbeit in der Metropolregion stetig an Bedeutung gewinnen wird. Im Hamburger Rand ist es für uns sehr wichtig, eine gute Anbindung an Hamburg zu haben. Das betrifft den ÖPNV ebenso, wie auch wirtschaftliche Projekte.

Letzte Woche gab es eine schöne Gelegenheit, sich mit jungen Menschen und deren Themen auseinanderzusetzen. Ich habe für die SPD an einer Diskussion mit einer Schülergruppe teilgenommen, die das Landeshaus besuchte. Dabei konnte ich mal wieder erleben, dass das bei aller Ernsthaftigkeit auch einen hohen Spaßfaktor beinhaltet. Ich hoffe, dass viele Schulen aus dem Lauenburgischen diese Gelegenheit zur lebendigen, politischen Bildung wahrnehmen werden und wäre dann gerne dabei.

Ein besonderer Moment war es natürlich auch, meine erste Rede zu halten. Es ging um den Verfassungsschutzbericht 2016. Mit dem Thema Extremismus/Terrorismus habe ich mich in den letzten Jahren beruflich auseinandergesetzt, inhaltlich war das also nicht neu für mich. Dass die Uhr am Rednerpult fünf Minuten lang gnadenlos die Sekunden zählt und einem die Zeit sozusagen „zwischen den Worten verrinnt“, ist eine Herausforderung, an der ich mit Begeisterung weiterarbeiten werde.

Ein Gastbeitrag von Kathrin Wagner-Bockey

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