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Lauenburg Die große Show der aufgemotzten Autos
Lokales Lauenburg Die große Show der aufgemotzten Autos
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21:02 10.04.2017
Quer durch die Kurven: Das war beim Drift auf dem Heidbergring möglich, für 15 Euro konnte man als Beifahrer dabei sein. Quelle: Timo Jann

 „Nach dem Winter haben sich alle darauf gefreut, ihre Fahrzeuge zu zeigen und ihre Kräfte im Sprint zu messen“, sagte Marco Tillmann, der Organisator des Tunigdays.

Vorsorglich stand die „Rennleitung“ in Form einer Geschwindigkeitsmessanlage der Polizei am Rand der Bundesstraße 404 in Besenhorst, um auf die Fahrer einzuwirken. Die Straßenverkehrsordnung gilt es bei aller automobilen Liebe einzuhalten. In den Vormittagsstunden wurden 400 zu schnelle Autos geblitzt, der Anteil der Tuner an dieser Zahl ist unbekannt.

Tillmann: „Es ist gut, dass die Polizei präsent ist.“ Das Miteinander habe sich deutlich entspannt, so Tillmann, anfangs hatte die Polizei während der Treffen der Szene massive Präsenz gezeigt. „Da war der Tuningday nachher fast tot. Jetzt läuft es vernünftig. Die meisten Fahrer sind sich der Regeln bewusst“, berichtet der Organisator.

Der Tuningday lockt nicht nur die Fahrer PS-starker Autos an, die sich im Sprint auf der langen Geraden des Heidbergrings messen wollen. Dabei waren 60 Fahrer am Start. 120 Auto-Besitzer präsentierten ihre rollenden Träume beim „Show & Shine“-Wettbewerb, wo Besucher Autos mit tollen Geschichten erleben konnten. Wie den VW Käfer, mit dem Rheni und Manuel aus Neumünster angereist waren. „Das Auto ist Baujahr 1983, aber die meisten Teile sind locker 20 Jahre älter, weil das Auto im Look der 60er Jahre hergerichtet ist“, sagt Manuel. 2000 Euro kostete die künstliche Alterung.

1994 wurde der Golf gebaut, mit dem Thomas Schöbe aus Oranienbaum in Sachsen angereist war. „Es ist mein allererstes Auto, den bekam ich zum Führerschein von meiner Mutter geschenkt“, erzählt der 33-Jährige. Von den 90 Diesel-PS ist nichts geblieben, unter der Haube arbeitet heute ein 200 PS starker Benziner. Die Türen gehen jetzt wie Flügel nach oben auf, die Lackierung ist ein Traum und bewegt wird der Golf nur zu Treffen.

„Für den Alltag ist das nichts“, sagt Schöbe. Zwölf Jahre bastelt er an dem einmaligen Volkswagen bereits. „Und mal sehen, bis zum Winter kommen mir bestimmt noch neue Ideen“, sagt er.

Mehr als 2000 Menschen kamen zum Heidbergring, um sich das Spektakel anzusehen. „In den nächsten Monaten gibt es in ganz Deutschland große Tunig-Treffen, aber den Saisonabschluss feiern wir am 17. September wieder hier in Geesthacht“, so Tillmann.

 Timo Jann

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