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Diebe versenken Bagger im Teich des Brunstorfer Golfplatzes

Brunstorf Diebe versenken Bagger im Teich des Brunstorfer Golfplatzes

Unbekannte haben auf dem Golfplatz Brunstorf einen abgestellten Bagger gestohlen, sind mit dem 16-Tonner gut 1000 Meter über das gepflegte Grün gefahren, haben eine Holzbrücke eingerissen – und den Koloss anschließend in einem Teich zwischen den Löchern 17 und 18 versenkt.

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Diesen 16 Tonnen schweren Bagger versenkten Unbekannte im See des Golf & Country Club Brunstorf, nachdem sie die Holzbrücke (rechts) eingerissen hatten. Feuerwehrleute brachten Ölsperren aus, um die Gewässerverunreinigung einzudämmen.

Quelle: Fotos: Timo Jann

Brunstorf. Das gelb-schwarze Ungetüm, da zwischen Loch 17 und 18, das gehörte da ganz sicher nicht hin: Thomas Marxsen, Manager des Golf & Country Club Brunstorf traute am Sonntagmorgen seinen Augen kaum, als er nach dem Hinweis eines Passanten in dem See auf dem weitläufigen Areal einen tief im Wasser versunkenen Bagger entdeckte. 16 Tonnen schwer, mit 260 Litern Diesel betankt und jeder Menge Hydrauliköl befüllt. Auf dem Wasser trieb bereits ein schillernder Ölfilm.

LN-Bild

Unbekannte haben auf dem Golfplatz Brunstorf einen abgestellten Bagger gestohlen, sind mit dem 16-Tonner gut 1000 Meter über das gepflegte Grün gefahren, haben eine Holzbrücke eingerissen – und den Koloss anschließend in einem Teich zwischen den Löchern 17 und 18 versenkt.

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„Am Sonnabend stand der Bagger noch an seinem Platz, damit sollten Montag eigentlich Umbauarbeiten an einigen Löchern beginnen“, berichtete Marxsen. In der Nacht müssen vermutlich zwei Unbekannte die Baumaschine aufgebrochen, gestartet und für eine Spritztour über das satte gepflegte Grün des Golfclubs genutzt haben. 1000 Meter führten die Abdrücke der Ketten über das Gelände – schnurstracks in den Teich. Dort rissen die Unbekannten mit dem Bagger auch noch eine große Holzbrücke ein, dann kamen sie wohl nicht mehr weiter und flüchteten.

Nachdem die Polizei am Sonntag vor Ort war, wurde gegen 10 Uhr auch die Feuerwehr angefordert. Einsatzkräfte aus Brunstorf, Schwarzenbek und Lauenburg brachten per Schlauchboot Ölsperren aus, um die Umweltverschmutzung zu mindern. „Der See entwässert in die Schwarze Au bei Schwarzenbek, da wollten wir eine Verschmutzung möglichst gering halten“, sagte Stefan Bruhns von der Wasserbehörde des Kreises.

Marxsen gelang es, Dennis Brehmer, den Besitzer des Baggers, zu erreichen. Aus der Nähe von Heide machte er sich gleich auf den Weg nach Brunstorf. „So etwas hab ich auch noch nicht erlebt“, sagte Brehmer kopfschüttelnd. Er beratschlagte kurz das mögliche Vorgehen mit der Einsatzleitung. Weil ein Telekran auf dem Golfplatz nicht in Stellung gebracht werden konnte, ließ er sich gegen 13 Uhr kurzerhand per Boot zum Bagger bringen. Er kletterte in die bis zum Sitz unter Wasser stehende Kabine und konnte das Fahrzeug tatsächlich starten.

Mit Geschick – Brehmer stützte sich beim Fahren mit der Baggerschaufel ab – bekam er den Bagger rückwärts aus dem See gelenkt.

Jetzt versucht die Polizei, die Unbekannten ausfindig zu machen. Spuren wurden gesichert.

Zwei ungeklärte Fälle

Die Irrfahrt mit dem Bagger Sonntagnacht auf dem Gelände des Golf & Country Club Brunstorf weckt Erinnerungen an zwei frühere Baumaschinen-Diebstähle im Raum Schwarzenbek.

Erst wurden 1999 mit einem gestohlenen Bagger auf dem Gelände des heutigen Gewerbegebietes in Lanken ein früheres Wachgebäude der Bundeswehr dem Erdboden gleich gemacht. Dann versuchten Unbekannte einige Jahre später mit einem gestohlenen Bagger an der B 209 östlich von Schwarzenbek einen Hochspannungsmast umzulegen.

Die Polizei (Telefon: 04151-88940) sucht jetzt für den aktuellen Fall Zeugen. Wem sind in der Nacht zum Sonntag zwei Personen mit nassen Hosen und Schuhen aufgefallen? Wer hat gesehen, wie sich jemand für den Bagger, der am Verbindungsweg vom Brunstorfer Neubaugebiet zum Schwarzenbeker Klärwerk stand, interessiert?

Die Fälle des eingerissenen Wachgebäudes und des versuchten umgelegten Strommastes konnten seinerzeit nicht aufgeklärt werden. Ob es eine Verbindung zwischen den Taten gibt, ist unklar. tja

Timo Jann

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