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Lauenburg Diskussion um Waffen-Attrappen im Möllner Baumarkt
Lokales Lauenburg Diskussion um Waffen-Attrappen im Möllner Baumarkt
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20:25 23.12.2015

Waffen-Attrappen im Baumarkt: Was soll das? Mit dieser Frage hat sich LN-Leser Peter Röhl aus Ratzeburg an die Lokalredaktion der Lübecker Nachrichten in Mölln gewandt. Und er bietet auch gleich selbst eine Antwort an: „Die Bundeswehr fliegt nach Syrien, in Europa fahren schwerbewaffnete Terroristen unbehelligt über Landesgrenzen, und die Zahl der Flüchtlinge (und der gewaltbereiten Flüchtlingsgegner) nimmt täglich zu. Das kann schon Angst machen. Vielleicht ist das die Erklärung, warum in einem Möllner Baumarkt neben den üblichen Werkzeugen auch Schusswaffenrepliken an prominenter Stelle angeboten werden. Eine Bohrmaschine hat Vati ja schon, vielleicht kann man ihm dann ja mit einer AR 15 Sturmgewehr-Replik für 89,50 Euro eine Freude machen? Vielleicht fühlt er sich damit sicherer. Immerhin ist das eine der beliebtesten Waffen in den USA, und die kennen sich ja nun wirklich mit Sicherheit und Schusswaffen aus.“

Sebastian Lange, stellvertretender Leiter dieses Marktes, sagt auf LN-Nachfrage, dass diese Waffenrepliken „sehr oft nachgefragt werden“. Dennoch kann er den LN-Leser verstehen: „Ich halte die Bedenken nicht für komplett abwegig.“ Es handele sich um so genannte Soft-Air-Waffen, die Plastikkügelchen verschießen, deren Durchschlagskraft aber deutlich geringer als bei einem Luftgewehr sei.

Obwohl Waffen dieser Art ab 14 Jahren frei verkäuflich wären, würden sie in diesem Baumarkt erst an Kunden ab 18 Jahren abgegeben. „Wir wollen nicht, dass sich Kinder ohne das Wissen ihrer Eltern solche Waffen kaufen“, sagt Sebastian Lange.

Der Baumarkt verkauft auch die zur Waffe passenden Zielscheiben. Beim Kriegsspiel im Gelände sind allerdings Schutzbrillen angeraten, damit die Sache nicht im wahr- sten Sinne des Wortes ins Auge geht.

Unser Leser Peter Röhl hat allerdings grundsätzliche Bedenken: „Vielleicht bin ich altmodisch und es ist mir bekannt, dass der Handel mit diesen Repliken erlaubt ist. Aber solche Waffengeschäfte betrete ich zukünftig nicht mehr. Immer wieder werden Menschen in vermeintlicher Notwehr getötet, weil sie mit täuschend echten Waffenrepliken herumgelaufen sind. Eine zivile Gesellschaft braucht engagierte, aber keine wie auch immer bewaffnete Bürger. Und schon gar keine Repliken von Kriegswaffen. Jedenfalls nach meiner Meinung“, schreibt Röhl.

hh

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