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Lauenburg Doch Abitur an der Stecknitz-Schule?
Lokales Lauenburg Doch Abitur an der Stecknitz-Schule?
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23:43 18.07.2016
In Krummesse wäre ausreichend Platz für eine Oberstufe. Quelle: Fotos: Unk

Seit ein paar Jahren bereiten die stetig nachlassenden Anmeldezahlen zur Gemeinschaftsschule der Stecknitz-Schulleiterin Monika Schulze wachsende Sorgen. Abhilfe sieht sie nur in der Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe. Dies soll nun im Auftrag des Schulverbandshauptausschusses Vorsteher Friedrich Thorn in Kiel beantragen.

 

Schulverbandsvorsteher Friedrich Thorn hat bereits erste informelle Gespräche mit Kiel geführt.

Während die Grundschule nach wie vor gut versorgt ist durch Kinder aus den umliegenden Orten – die Anmeldezahlen für den ersten Jahrgang zum Schuljahr 2016/17 liegen bei 93 Schülerinnen und Schülern –, sei die Situation bei den Anmeldungen für den fünften Jahrgang von 94 im Gründungsjahr der Grund- und Gemeinschaftsschule Stecknitz 2008/09 auf dramatische 49 für 2016/17 gesunken.

Schon im April hatte sich Schulze an ihren Schulverbandsvorsteher Friedrich Thorn gewandt: „Diese Zahl bleibt weit hinter den Erwartungen zurück und mit der gegenwärtigen Entwicklung werden unsere Befürchtungen bestätigt, dass sich zunehmend Eltern von der Gemeinschaftsschule Stecknitz abwenden. Wir sehen eine mögliche Begründung in der fehlenden gymnasialen Oberstufe“, schrieb Schulze.

Seitdem die Schulen in Berkenthin und Krummesse 2008 zur „Grund- und Gemeinschaftsschule Stecknitz“ fusionierten, träumt Schulze von einer gymnasialen Oberstufe. Im Januar 2013 schmetterte die Mehrheit des Schulverbandes im Amt Berkenthin die Bemühungen der Schulleiterin und ihres Kollegiums ab – aus finanziellen Gründen, und angesichts einer demografischen Entwicklung, die stetig sinkende Schülerzahlen vorhersagte.

Doch insbesondere jene Prognose scheint sich keineswegs zu bestätigen. Hinzu kommen weitere Faktoren, die von den Politikern damals nicht erachtet wurden, die nun aber das Pendel in die andere Richtung pro Oberstufe ausschlagen lassen. Darauf wies im vergangenen Sommer eine Studie und Präsentation von Lehrern und Schülern hin, die dem Schulverband vorgestellt wurde.

Demnach zeigte sich, dass im Laufe des 7., 8. und 9. Jahrgangs viele Schüler aus dem von ihnen eingeschlagenen Weg des Gymnasiums zurück in die Stecknitz-Schule fanden. Schulze nannte beispielhaft den jetzigen 8. Jahrgang, der 2012/13 mit 56 Schülern in die fünfte Klasse eingeschult wurde. Diese Zahl hatte sich bis Ende April auf 72 erhöht und man hatte weitere konkrete Anfragen. „Für diese 16 ,Mehrschüler’ hat der Schulverband teilweise über drei Jahre Schulkostenbeiträge anderen Schulträgern zahlen müssen. Dieses Geld hätten wir uns in unserer Schule gewünscht.“ Auf seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich nun der Hauptausschuss des Schulverbandes erneut mit diesem Thema, das von den Stecknitz-Pädagogen Markus Rollwage und Rüdiger Respondek erläutert wurde. Verbandsvorsteher Friedrich Thorn wies darauf hin, dass allein das Bildungsministerium über einen möglichen Antrag zu entscheiden habe, ein „Probebetrieb“ sei nicht denkbar.

Nachdem sich die Bürgermeister von Berkenthin, Michael Grönheim, und Kastorf, Wolfgang Wiedenhöft, für die Oberstufe ausgesprochen hatten, ergab eine Abstimmung den einhelligen Auftrag an Thorn, die notwendigen Gespräche mit dem Bildungsministerium zu führen. Dazu soll der Schulentwicklungsplan fortgeschrieben werden. Je nach Ausgang der Gespräche soll dann ein entsprechender Antrag auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe gestellt werden.

„Ich habe hierzu bereits ein erstes informelles Gespräch mit dem Ministerium gehabt“, sagt Thorn. „Entscheidend für uns wird der Nachweis sein, ausreichend (50) Schülerinnen und Schüler zu prognostizieren, die die Oberstufe Stecknitz wählen würden. Ich glaube, bei den von der Schule dargestellten Schülerwahlen nach der jetzigen 10. Klasse dürfte dies gelingen.“

Thorn zeigt sich zuversichtlich: „Ich habe Hoffnung, dass wir eine Oberstufe zum Schuljahr 2017/18 erreichen können und damit einen Beitrag zur Attraktivität der Schule, aber auch der gesamten Stecknitzregion leisten können“.

„Andere Standorte sind nicht gefährdet“

Eine Voraussetzung sei, so Friedrich Thorn, „dass wir kein anderes Schulangebot gefährden“. In Ratzeburg und Lübeck sehe er kein Problem und in Sandesneben seien die Zahlen „so gering, dass der Standort von einer Oberstufe Stecknitz nicht gefährdet ist“.

Auch die Raumfrage stelle sich im Augenblick gut dar. Aktuell habe man Raumreserven aufgrund der geplanten (und nicht erreichten) Vier- und Fünfzügigkeit. Die ersten Jahrgänge einer Oberstufe könnten in Krummesse ohne Neubauten unterrichtet werden.

 Joachim Strunk

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