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Lauenburg Dog-Stations gegen Hundekot
Lokales Lauenburg Dog-Stations gegen Hundekot
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12:52 01.12.2018
Ob es etwas nützt? Ein Anlieger der Bismarckstraße mahnt mit diesem Schild, dass das Hinterlassen von Hundekot an seinem Zaun verboten ist. Quelle: Silke Geercken
Schwarzenbek

Das Hinterlassen von Hundekot auf öffentlichen Wegen und in Parks ist nicht nur in Schwarzenbek ein Ärgernis. Stadtvertreter Helmut Stolze (FDP) hat in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung angefragt, ob es seitens der Verwaltung Lösungsvorschläge gibt. Ja, so die Antwort. Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig schlägt die Aufstellung von „Dog-Stations“ im gesamten Stadtgebiet vor.

845 Hunde gemeldet

In Schwarzenbek sind derzeit 845 Hunde angemeldet. Hundebesitzer erhalten bei der Anmeldung einen Satz Hundekotbeutel sowie den Hinweis, dass weitere Beutel kostenlos in der Zentrale im Rathaus ausgehändigt werden. Die Materialkosten betragen derzeit rund 2100 Euro. Gebracht hat die Bitte der Verwaltung bisher wenig. Immer wieder stößt der Spaziergänger auf Hundehaufen im Stadtgebiet. Wenn er Pech hat, klebt der stinkige Brei direkt an der Sohle. Der Gestank verfolgt ihn bis nach Hause oder ins Büro. Grundsätzlich, so die Bürgermeisterin, sei der Hundebesitzer verantwortlich, den Kot aufzusammeln. Wer dieser Pflicht nicht nachkomme, müsse ein Bußgeld von 50 Euro zahlen. Das Problem aber sei, dass die Verunreinigungen schwer nachweisbar seien.

Abhilfe könnte vielleicht das Aufstellen von „Dog-Stations“ schaffen. Hier findet der Hundehalter nicht nur Beutel-Spender, sondern auch Mülleimer, in denen der Kot direkt entsorgt werden könnte. Borchers-Seelig: „Hundehalter könnten in die Kampagne „Unsere saubere Stadt“ integriert werden, indem sie gewünschte Standorte mitteilen und Patenschaften für diese Hunde-Stationen übernehmen.“ Die Kosten für eine Dog-Station betragen rund 245 Euro.

Jena prüft DNA-Register

Viele Städte machen sich Gedanken, wie sie dem Hundekot sinnvoll begegnen können. So ist in Kiel ein Saugmobil an neuralgischen Punkten im Einsatz. Die Kosten hierfür betragen rund 35.000 Euro. In Jena wird derzeit geprüft, ob ein DNA-Register als Datenbank angelegt werden kann. Das setzt voraus, dass alle Hunde einem DNA-Test unterzogen werden, zu dem die Hundehalter nicht gezwungen werden können.

Silke Geercken

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