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Domäne Fredeburg eröffnet neuen Bio-Laden an der B 207

Fredeburg Domäne Fredeburg eröffnet neuen Bio-Laden an der B 207

Es ist vollbracht: Die Betreibergemeinschaft Domäne Fredeburg hat den ehemaligen Fredenkrug an der B207 zwischen Mölln und Ratzeburg zum Bio-Lebensmittelmarkt mit Gastronomie-Bereich umgebaut. Auf 500 Quadratmetern gibt es dort ab sofort eine große Auswahl an Produkten vom Hof, aus der Region und aus aller Welt.

Der neue Hofladen im ehemaligen Fredenkrug ist 500 statt vorher 150 Quadratmeter groß. Auch Gastronomie gibt es dort jetzt.

Quelle: Strunk

Fredeburg. „Es war und ist durchaus eine Grenzerfahrung – äußerlich wie innerlich“, bekennt Alfons Wiesler-Trapp. Damit meint er das jüngste Projekt der achtköpfigen Betreibergemeinschaft Domäne Fredeburg: die Übernahme des ehemaligen Fredenkruges und dessen Umgestaltung zum neuen Hofladen der Öko-Landwirte. 

LN-Bild

Die Betreiber der Kreisdomäne Fredeburg eröffnen heute ihren neuen Hofladen in den Räumen des ehemaligen Fredenkruges. Susanne Trapp, Agnes Gleissner und Alfons Wiesler-Trapp erklären LN-Redakteur Joachim Strunk (v. r.) das neue Konzept des Hofladens.

Quelle: Fotos: Thomas Biller

Mehrere Grenzen haben die vier Familien dabei erreicht und zum Teil sogar überschritten. Rein räumlich „sind wir aus unserem Hofgebiet hinaus Richtung Wald gegangen“. Dort, wo einst im Mittelalter eine Zollstelle lag, entwickelte sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte eine Raststätte: der „Fredenkrug“.

„Das wollen wir hier gern wiederbeleben“, sagt Susanne Trapp, die gemeinsam mit Agnes Gleissner den Hofladen leitet. Es soll „ein Ort zur Einkehr werden. Wo früher die Pferde gewechselt wurden, können die Leute jetzt mit dem Auto anhalten und bei einer Tasse Kaffee oder Cappuccino und einem Stück Kuchen zur Ruhe kommen.“

Innere Grenzen wurden bei den vier Betreiberfamilien Wiesler-Trapp, Gleissner, de Vries und von Schulz ebenfalls ausgetestet: „Wir hatten ja unsere Pacht unlängst um weitere 35 Jahre bis 2051 verlängert, um auch der nächsten Generation Möglichkeiten und Sicherheit zu geben. Mit dem Kauf des ehemaligen ,Fredenkruges‘ haben wir ein neues Projekt begonnen, das uns ganz und gar eingenommen hat“, sagt Susanne Trapp. Allein die Planungsphase dauerte rund zwei Jahre, man hat sich umfassend informiert und beraten lassen. „Einen ähnlichen Laden gibt es nicht“, sagt Susanne Trapp selbstbewusst. Man habe viele Anregungen aufgenommen und übernommen, dabei aber letztlich ein ganz eigenes Projekt verwirklicht. Ganz nach dem Motto: „Wie können wir das zu unserem machen?“

Wie stark sie alle das beeinflusst hat, gestehen sie auch öffentlich ein. Denn „unsere Welt steht Kopf“ heißt es auf dem aktuellen Plakat an der Einmündung zur Domäne an der Bundesstraße 207 zwischen Mölln und Ratzeburg. „Unser Hofleben hat sich total umgekrempelt“, sagt Agnes Gleißner. Alle Arbeitsabläufe auf dem landwirtschaftlichen Betrieb und im damit verbundenen Hofladen, in dem eigene, regionale und saisonale Produkte zum Kauf angeboten werden, seien verschoben worden.

„Das hat uns und den Betrieb, der immer von einem eigenen Rhythmus mit Gewohnheiten und immer wiederkehrenden Gesetzmäßigkeiten bestimmt wird, gerüttelt und geschüttelt.“ Allerdings sei es nie zur Belastung geworden, sondern von den Aktiven eher als Erfrischung des Alltäglichen aufgefasst worden. Agnes Gleissner: „Das hat Kräfte frei gesetzt, eine neue Dynamik!“

Diese Dynamik hat sich fürwahr kreativ gestaltet. Der Verkaufsraum des neuen Hofladens hat sich gegenüber dem alten mehr als verdreifacht – von 150 auf knapp 500 Quadratmeter. 4000 ökologische Produkte – eigene wie der berühmte Fredeburger Käse von Lothar de Vries, ansonsten nach Möglichkeit regional und saisonal, viel vegan und vegetarisch, fairtrade oder „Hand-in-Hand“-Erzeugnisse (dann auch aus Südeuropa, Afrika, Asien oder Süd- und Mittelamerika) – werden hier angeboten. Das Handels-Team wurde von zehn im vergangenen Jahr auf derzeit 16 und bald 18 fast verdoppelt.

Agnes Gleissner ist für die Küche zuständig. Denn ab sofort werden auch Tagesgerichte wie eine warme Suppe oder andere Köstlichkeiten zum Mittag oder Kuchen am Nachmittag zum Kaffee angeboten. Im hinteren Bereich des Ladens ist eine Gastro-Zone eingerichtet mit 40 Sitzplätzen. In der warmen Jahreszeit ist zudem die Terrasse nach hinten hinaus geöffnet. Die Zahl der Stellplätze für die motorisierten Kunden – „nein, es sind Gäste!“, betont Susanne Trapp – hat sich im vorderen Bereich der ehemaligen Gaststätte gegenüber den Kapazitäten des bisherigen Hofladens ebenfalls mindestens verdreifacht.

Voll des Lobes sind Agnes Gleissner, Alfons und Susanne Trapp für die zahlreichen Dienstleister und Handwerksfirmen – allesamt aus der Region. „Die sind sowas von motiviert, da wirft keiner um 17

Uhr den Hammer in die Ecke, sondern die arbeiten bis zum Ende.“ Klar, bei diesem Prestige- und auch Millionenprojekt (genaue Zahlen wollen die Investoren nicht preisgeben) sind alle Beteiligten bemüht, sich und ihr Gewerk besonders gut darzustellen. Wie gut das gelungen ist, davon können sich Gäste, Kunden und Besucher heute ab 9 Uhr selbst überzeugen.

Drei Führungen über den Hof werden heute für interessierte „Neulinge“ angeboten: um 11, 13 und 16 Uhr.

Länger geöffnet

Die Öffnungszeiten haben sich ab sofort verlängert. Wochentags sind Hofladen, Küche und Café von 9 bis 18.30 Uhr, sonnabends von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Mehrere Verkostungen von neu aufgenommenen Produktanbietern bietet der Hofladen in den kommenden zwei Wochen. Über die genauen Termine informiert ein Handzettel im Laden, zudem gibt es eine Übersicht auf der Internet-Seite der Domäne:

www.domaene-fredeburg.de

Bei einem Demeter-Glücksspiel kann sich der Gewinner oder die Gewinnerin auf ein freies Urlaubswochenende auf einem Demeter- Bauernhof freuen. Die öffentliche Ziehung findet am Freitag, 30.

Juni, um 17 Uhr statt.

 Joachim Strunk

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