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Lauenburg Dreckige Straßen: Maisernte läuft auf Hochtouren
Lokales Lauenburg Dreckige Straßen: Maisernte läuft auf Hochtouren
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00:00 17.10.2012
Wie hier in Labenz wird der Mais zu großen Silos an den Biogasanlagen aufgeschüttet und festgefahren. Die Maximalhöhe eines solchen Silos beträgt 9,90 Meter.
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Herzogtum Lauenburg

Mit einiger Verspätung läuft nun auch die Maisernte im Lauenburgischen auf Hochtouren. Nicht nur in Labenz, sondern auch bei den anderen Biogasanlagen fahren die Traktoren mit den riesigen Anhängern fast im Minutentakt vor, um ihre Ladung erst wiegen zu lassen und dann vor dem Silo abzukippen. Es sind zumeist Lohnunternehmer, mit dem die Betreiber einer Biogasanlage einen Vertrag geschlossen haben. Sie übernehmen sowohl das Häckseln als auch den Fuhrbetrieb. „Hier lagern am Ende etwa 17 000 Tonnen Mais", erklärte Landwirt Tillmann Hack aus Lüchow. Tillmann Hack ist einer der Mitbetreiber der Anlage und Kommanditisten der Biogas Labenz GmbH und Co KG. Inzwischen ist die Lagerkapazität noch einmal deutlich auf etwa 28 000 Tonnen angestiegen. Bis auf etwas mehr als neun Meter Höhe walzen die schweren Schlepper den Mais fest, ehe er mit einer großen Plane abgedeckt wird. Sechs Wochen muss der Mais dann gären, bevor er in die Weiterverarbeitung geht.Doch nicht überall wird der Mais in solchen Mengen angefahren. Auf vielen Bauernhöfen sind derzeit auch die Landwirte dabei, Maissilage als Futter für ihre Tiere einzubringen. Diese Silos sind deutlich kürzer und flacher, als die der großen Biogasanlagen. Doch eines haben sie alle gemeinsam. Die Straßen sind ziemlich verschmutzt, wenn die Traktoren mit dem Mais von den Feldern kommen. Oftmals stehen dann nur Schilder an der Straße, die auf eine Gefahrenstelle hinweisen.Es ist nicht selbstverständlich, dass Landwirte wie Gabriel Stamer aus Sandesneben sofort mit Trecker und Besen hinterher fahren, um die Straße zu reinigen. Doch verschmutzte Straßen sind nicht das einzige Problem der Maisbauern. Sie kämpfen auch mit Schädlingen wie dem Maiszünsler und einem Schimmelpilz namens Fusarium. Das sind durchaus ernst zu nehmende Probleme, die eigentlich nur durch den Einsatz spezieller Maschinen eingedämmt werden können. In Kürze wird ein Unternehmer aus Hohenlockstedt eine eigens dafür von ihm entwickelte Maschine vorstellen. Wie die Maisernte 2012 am Ende ausfallen wird, ist noch nicht ganz klar. Ersten Schätzungen der Landwirte zur Folge soll die diesjährige Maisernte in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

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