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Lauenburg Drei-Parteien-Trio kümmert sich um lauenburgische Interessen
Lokales Lauenburg Drei-Parteien-Trio kümmert sich um lauenburgische Interessen
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21:26 23.09.2013

Um die Interessen des Wahlkreises 10, Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, kümmert sich in Berlin weiterhin ein Abgeordneten-Trio, allerdings in neuer Besetzung. Weiter dabei sind Norbert Brackmann (CDU) aus Lauenburg als der Gewinner des Direktmandates und der Möllner Konstantin von Notz (Grüne). Die Nummer drei im Bunde ist jetzt Nina Scheer (SPD), deren Einzug in den Bundestag am Wahlsonntag bis spät in die Wahlnacht unklar blieb. Nicht mehr dabei nach einer elfjährigen Abgeordnetentätigkeit in Berlin ist Christel Happach-Kasan (FDP) aus Bäk.

Noch kurz vor Mitternacht war es am Sonntagabend unklar, ob Nina Scheer bei ihrer ersten Kandidatur für ein Abgeordnetenmandat den Sprung in den Bundestag schafft. In der Parteizentrale in Kiel wurden die Aussichten für die 42-Jährige allerdings schon optimistisch eingeschätzt. Das bestätigte sich schließlich. Sogar die hinter Scheers sechstem Platz auf der SPD-Landesliste eingestuften Sozialdemokratin Dr. Birgit Malecha-Nissen aus dem Kreis Plön und Matthias Ilgen aus Husum erhielten noch einen Parlamentssitz.

Der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Peter Eichstädt zeigte sich gestern hoch erfreut über den Wahlerfolg von Nina Scheer: „Das ist ein großer Gewinn für den Bundestag, aber auch für den Kreis Herzogtum Lauenburg, der endlich wieder mit einer sozialdemokratischen Abgeordneten im Bundestag vertreten ist.“ Im Wahlkreis 10 war es zuletzt Thomas Sauer, der das als SPD-Politiker von 1998 bis 2005 geschafft hatte.

Eichstädt dankte seiner Parteigenossin Scheer für ihren engagierten Wahlkampf. Sie sei eine Abgeordnete, „die zweifellos großes Fachwissen und eine Vision von der Machbarkeit der Energiewende, einer Zukunftsfrage für Deutschland, in die politische Arbeit Berlins“ einbringe. Eichstädt weiter: „Dem Direktkandidaten der CDU, Norbert Brackmann, gratuliere ich zu seinem Erfolg und bescheinige ihm bei allem, was uns politisch-inhaltlich trennt, einen fairen Wahlkampf.“

Nach der spannenden und langen Wahlnacht herrschte bis auf Eichstädts Äußerungen gestern durchweg Stille unter den Akteuren der lauenburgischen Kreispolitik. Tiefe Wunden zu lecken haben vor allem die Freidemokraten, die nicht mehr im Bundestag vertreten sind und auch im Wahlkreis 10 mit einem Minus von 11,2 Prozentpunkten bei den Zweitstimmen ihre schlimmste Niederlage verdauen müssen. Die Kreisvorsitzende und bisherige Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan kündigte bereits im März ihren Rückzug von der Parteispitze an.

Damen-Duo
Zwei Frauen aus Lübeck gehören ebenfalls zu den Abgeordneten, die lauenburgische Interessen in Berlin vertreten. Im Lübecker Wahlkreis 11, zu dem auch ein Teil des nordwestlichen Kreisgebietes gehört, gewann Gabriele Hiller-Ohm (SPD) wieder das Direktmandat; ihre unterlegene Konkurrentin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) erhielt als die Nummer eins der CDU-Landesliste einen Sitz im Bundesparlament.

Martin Stein

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