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Lauenburg Drei Wochen ohne Telefon
Lokales Lauenburg Drei Wochen ohne Telefon
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20:14 26.08.2017

Lothar Schröder ist nicht mehr so gut zu Fuß wie die meisten anderen Menschen. Deshalb ist der alleine lebende Endsiebziger aus der Möllner Waldstadt auch verstärkt auf das Telefon angewiesen. Aber das war plötzlich tot. Und als genauso „tot“ empfand er den „Service“ seines Telefonanbieters.

Lothar Schröder ist enttäuscht von der Telekom. Quelle: Foto: Wr

Der Senior wohnt seit vielen Jahren in seinem Haus in der Waldstadt, und ähnlich lange telefoniert er über einen Festnetzanschluss der Telekom. Ein Handy besitzt er nicht, weil er es bislang nicht brauchte. „Doch eines Morgens war die Leitung plötzlich tot“, berichtet der Rentner den LN. Von außerhalb seines Hauses habe er dann die Telekom zu erreichen versucht. Als das schließlich gelang, habe man ihm einen Monteur geschickt. Dieser habe jedoch nach Überprüfung der Anschlüsse im Haus nichts entdecken können und einen Defekt außerhalb des Hauses vermutet. „Er sagte, ich würde angerufen und ging“, erinnert sich Lothar Schröder. Aber es passierte nichts. Mehrere Tage lang. Dann versuchte Schröder erneut, von außerhalb an die Telekom heranzukommen. Über eine Service-Hotline. „Von wegen Service“, schimpft der Rentner, „ich musste mehrmals anrufen, teils mit bis zu einer Stunde Wartezeit, bis ich überhaupt jemanden erreichte. Aber eine konkrete Information, was denn nun mit meinem Anschluss sei, hatte ich immer noch nicht.“ Schließlich – nach gut zehn Tagen – wandte sich der Möllner frustriert an die LN. „Was soll ich da nun machen? Kündigen?“

Nach einer LN-Anfrage bei der Telekom gab es – immerhin nach drei Tagen – eine Info. Man werde sich schnellstmöglich um das Problem des Herrn Schröder kümmern, es sei wohl ein Defekt an der Grundstücksgrenze. Die Telekom bitte um Entschuldigung für längere Wartezeiten bei der Pannenbehebung. Im Augenblick gebe es wegen des vielen Regens eine Häufung von wetterbedingten Leitungsdefekten, die nicht so schnell wie gewünscht abgearbeitet werden könnten.

Schließlich – nach drei Wochen – vernahm Lothar Schröder wieder ein Rufzeichen im Hörer. Und ist wieder beruhigt. Aber nicht begeistert vom Pannenmanagement der Telekom.

wr

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