Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Drohung gegen die Rettungsleitstelle
Lokales Lauenburg Drohung gegen die Rettungsleitstelle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:13 27.06.2016

Ratzeburg. Einen solchen Fall hat es bisher noch nicht gegeben. Am Sonnabend ist um 17.34 Uhr bei der für die Kreise Ostholstein, Stormarn und Herzogtum Lauenburg zuständigen Integrierten Regionalleitstelle Süd (IRLS) in Bad Oldesloe eine Bombendrohung per SMS-Sprachnachricht eingegangen. Die möglicherweise psychisch kranke Verfasserin, nach Angaben von Polizeisprecher Holger Meier eine 25-jährige Frau aus dem Kreis Ostholstein, muss nun mit Strafverfahren wegen Bedrohung (Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe) und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten oder gemeingefährlichen Verbrechen (bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe) rechnen.

Die Polizei kam der Frau schnell über ihre Telefonnummer auf die Spur. Grundsätzlich werden, egal ob Gespräch, SMS- oder Faxverkehr, die Nummern immer angezeigt, auch dann, wenn der Anrufer sie unterdrückt, erklärte Carsten Horn, der Leiter der Leitstelle.

Unterdessen stand die Leitstelle kurz vor der Evakuierung. Die sogenannten Technischen Einsatzleitungen (TEL) der drei Kreise wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Jeweils an den Feuerwehrtechnischen Zentralen in Nütschau (Stormarn), Lensahn (Ostholstein) und Elmenhorst (Herzogtum Lauenburg) bauten die Spezialisten Führungsstellen auf.

Nachdem die Polizei die Verfasserin identifiziert hatte, gab es Entwarnung. Sprengstoffspürhunde und Spezialisten der Polizei konnten beidrehen. Nach Eingang der Drohung sei die IRLS mit den anderen Leitstellen im Land vernetzt worden, so dass jederzeit die Sicherheit aller Einwohner der drei Kreise gesichert gewesen sei, so Horn. Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz teilte mit: „Wir mussten uns ja darauf vorbereiten, die Leitstelle möglicherweise zu evakuieren. Und nicht nur die Leitstelle, sondern auch das gesamte Kreishaus, dort wurden am Wochenende Bauarbeiten durchgeführt.“

Bei einer Evakuierung wären die anderen Leitstellen eingesprungen.

Bis gestern Vormittag hatte die Polizei die Absenderin der Drohung noch nicht gefunden. Gestern gegen 7 Uhr früh gab es eine erneute Drohung gegen die Leitstelle vom selben Absender. Da die Rufnummer diesmal bekannt war, wurde lediglich die Polizei informiert.

Am Wochenende gibt es keinen Zutritt zum Kreishaus in Bad Oldesloe, in dem sich die Leitstelle befindet. Die Eingänge sind komplett verschlossen und können nur mit entsprechenden Schlüsseln geöffnet werden. Die Integrierte Regionalleitstelle ist ohnehin durch eine Sicherheitsschleuse gesichert. Dort hat nur Zutritt, wer einen elektronischen Schlüssel hat oder sich zuvor ausgewiesen hat. Die gesamte Etage ist zudem kameraüberwacht. jeb

Jens Burmester

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bürgermeister Andreas Thiede und Hotelmanager Gert Prantner zuversichtlich: Nach erforderlicher Umplanung soll noch in diesem Jahr Baubeginn sein.

27.06.2016

Flüchtlinge, Flüchtlinge und kein Ende. Das Hochkommissariat für Flüchtlinge, abgekürzt UNHCR, zählte zum Ende des Jahres 2012 weltweit 10,5 Millionen Flüchtlinge.

27.06.2016

Matthias Engel hat den besten Schuss der Ratzeburger Gilde abgegeben – nur 320 Teilnehmer beim Ausmarsch.

27.06.2016
Anzeige