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Lauenburg Durch Dick und Dünn mit dem Weihnachtsmann
Lokales Lauenburg Durch Dick und Dünn mit dem Weihnachtsmann
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20:36 21.12.2017
Ganz dünn oder richtig dick – Jürgen Landau hat in seinem Geschäft in Mölln Weihnachtsmänner mit sehr unterschiedlichem Körperumfang.
Mölln/Ratzeburg

Eigentlich sollte so kurz vor dem Fest ja das Christkind, das vor 2017 Jahren in einem Stall in Bethlehem zur Welt kam, im Mittelpunkt stehen. Bei allem, was mit Verkaufen oder Dekorieren zu tun hat, liegt aber längst der Weihnachtsmann ganz vorn in der Beliebtheit. Wobei man bei allem Verständnis für die Gleichstellung der Geschlechter sagen muss, dass der Mann im roten Mantel wirklich fast ausnahmslos ein Mann ist.

Die Frage, ob es den Weihnachtsmann gibt, erledigt sich, sobald man in diesen Tagen durch eine beliebige Stadt spaziert. Zweifellos gibt es ihn, zumindest in fast jedem Schaufenster. Das freundliche Geschenkebringer-Symbol nimmt dabei aber höchst unterschiedliche Gestalt an, wie die LN aktuell bei einem Bummel durch Mölln und Ratzeburg feststellen konnten.

Eine Weihnachtsfrau entdeckten wir immerhin im Geschäft „Schatztruhe“ in Ratzeburg. Gleich neben ihr im Regal steht übrigens ein Weihnachtsmann, der die Frau nicht sehen kann – weil ihm die spitze Mütze weit über die Augen bis zur Nase reicht. Das sieht witzig aus, aber so wird er die Geschenke wohl nicht verteilen können. Die „Schatztruhe“ hatte bis vor ein paar Tagen auch brennende Weihnachtsmänner im Angebot, jedenfalls in Form von Räuchermännchen, die als Halter für glühende kleine duftende Kegel dienen. „Die sind aber restlos ausverkauft, die Nachfrage war sehr groß“, sagt Inhaberin Marianne Hoffmann.

Mit Feuer hat auch ein Weihnachtsmann zu tun, der im Einrichtungsstudio Markus Fischer in Mölln zu haben ist – er ist Teil einer Pyramide, die mittels Teelichtern in Bewegung gesetzt wird.

Den typischen roten Mantel hatten wir schon erwähnt, doch auch da gibt es Ausnahmen. Marina Knabe verzierte für uns im Blumengeschäft „Bindekunst“ in Ratzeburg ein hübsches adventliches Gesteck mit einem gelben Weihnachtsmann, der dazu auch noch ein Hampelmann ist – so etwas findet man auch nicht überall. Und hinter einem Fenster eines Wohnhauses an der Seestraße in Mölln grüßt ein grauer Weihnachtsmann mittels eines Schildes die Einwohner der Eulenspiegelstadt und auch ihre Gäste.

Der farblich doch nicht so festgelegte Mann ist also freundlich, er ist aber auch gutmütig und lässt eine Menge mit sich machen. In Liermanns Insel-Apotheke in Ratzeburg dient eine wirklich originelle Kombination aus Weihnachtsmann und Einkaufstasche als – leider unverkäufliche – Dekoration. Bei Foto-Friedrich in der lauenburgischen Kreisstadt entdeckten wir einen aus einem Weihnachtsmann gefertigten Tannenbaum-Anhänger, der zugleich ein Bilderrahmen ist und mit einem Foto individuell gestaltet werden kann.

Eine Frage haben wir noch nicht geklärt: Ist der Weihnachtsmann dick oder dünn? Da kann Jürgen Landau weiterhelfen, der in seinem Haushaltswarengeschäft im Möllner Zentrum sowohl extrem schmale wie höchst voluminöse Exemplare verkauft. „Die sind aus Blech hergestellt und verkaufen sich gut – egal, ob dick oder dünn“, berichtet Landau.

Und wer es nicht bei einem Schaufensterbummel belassen will, sondern in Ruhe nachlesen möchte, wie ein Weihnachtsmann denn so aussieht und wie er lebt, dem sei der Buchhandel empfohlen. „Es gibt eine große Auswahl an wunderschönen Büchern zu diesem Thema“, so Kirsti Gaffron von der Buchhandlung am Markt in Ratzeburg.

Das mit der großen Auswahl ist keineswegs übertrieben: Wer bei Google die Suchbegriffe Buch und Weihnachtsmann eingibt, bekommt nicht weniger als 593 000 Hinweise. Da müsste doch für jeden etwas dabei sein . . .

Gabenbringer

Der Weihnachtsmann ist seit dem 19. Jahrhundert eine in zahlreichen christlichen Ländern verbreitete Symbolfigur für das weihnachtliche Schenken. In dem bekannten Weihnachtslied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, dessen Text der Dichter Hoffmann von Fallersleben im Jahr 1835 schrieb, lauten die ersten beiden Zeilen: „Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben.“

Also war die Rolle des Weihnachtsmanns als Gabenbringer schon zur Biedermeierzeit allgemein bekannt.

Norbert Dreessen

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