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Lauenburg E-Rechnungen statt vieler Stempel
Lokales Lauenburg E-Rechnungen statt vieler Stempel
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12:45 23.03.2017
Die elektronische Bearbeitung von Rechnungen bei der Verwaltung des Kreises Herzogtum Lauenburg soll zum bundesweiten Pilotprojekt für Kommunen werden. Die Lübecker Mach AG stellt die E-Verwaltung an ihrem Stand auf der Cebit vor. Quelle: Fotos: Philipp Von Ditfurth
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Ratzeburg/Hannover

Seit Ende vergangenen Jahres wird das Verfahren in Zusammenarbeit mit der Mach AG schrittweise eingeführt. Gemeinsam mit Vertretern der Lübecker Softwareschmiede stellten Landrat Dr. Christoph Mager und Kreiskämmerer Sören Paap am Mittwoch das System und ihre Erfahrungen auf der Elektronikmesse Cebit in Hannover im Rahmen des Kommunaltages vor.

Landrat Christoph Mager präsentiert Pilotprojekt auf der Cebit in Hannover.

„In der im vergangenen Jahr vorgestellten IT-Strategie spielt die Einführung digitaler Prozesse eine wesentliche Rolle“, sagt Landrat Mager. Bis zum Herbst soll die gesamte Verwaltung das System benutzen. Nach außen werde dies insbesondere im Bereich des Zulassungswesens von Kraftfahrzeugen deutlich: „Dort wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte die internetbasierte Zulassung von Neufahrzeugen eingeführt“, erklärt Mager.

Sören Paap, verantwortlich für die Finanzen, macht die Vereinfachung deutlich: Bisher sei jede Rechnung zunächst mit einem Eingangsstempel versehen worden, habe dann als nächstes den Stempel „sachlich rechnerisch richtig“ erhalten und schließlich sei ein Formular zur Vorkontierung ausgefüllt worden. „Beides zusammen kam dann bei uns im zentralen Bereich an, und wir haben das dann noch einmal in die Finanzsoftware eingebucht – also zum zweiten Mal die Daten erfasst“, sagt Paap. Das alles solle künftig möglichst in einem Schritt gemacht werden.

Den Anfang in der Kreisverwaltung hätten der zentrale Bereich und das Gebäudemanagement gemacht. Sukzessive soll das nun bis zu den Sommerferien auf die anderen Fachbereiche ausgeweitet werden. Auch die Beruflichen Schulen im Kreis hätten bereits Interesse signalisiert, sagt Paap. Nicht zuletzt gebe es auch eine Selbstverpflichtung der Kommunen, die E-Rechnung bis zum Jahr 2021 einzuführen.

Zunächst einmal werde vor allem die doppelte Erfassung gespart. „Die große Zeitersparnis wird es geben, wenn die digitale Rechnung schon im richtigen Format ankommt und dann automatisch vom System eingelesen wird“, sagt Paap. Die vorhandenen Daten seien dabei in einer zweiten Datei vorhanden, die parallel mitgeschickt werde. Doch schon jetzt sei ein guter Überblick vorhanden, wo Skonto gezogen werden könne und wann welche Rechnung fällig sei. „Unsere Hoffnung ist natürlich, dass sich dieses Format schließlich auch bundesweit durchsetzen wird“.

Doch der Teufel steckt wie so häufig im Detail. So seien in der Anfangsphase Rechnungen nicht erkannt und automatisch gelöscht worden, weil sie nicht das richtige Format hatten, erinnert sich Paap.

Da das dann auch bei den Mahnungen passiert sei, habe dann plötzlich ein Inkasso-Unternehmen im Kreishaus gestanden.

 Holger Marohn

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