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Lauenburg Eier aus dem Hühnermobil
Lokales Lauenburg Eier aus dem Hühnermobil
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20:13 23.08.2016
Sybille Busacker hat ihren Hofladen in Müssen seit vier Jahren und ist zufrieden. Quelle: Holger Marohn

Mit einem freundlichen Hallo begrüßt Sybille Busacker ihren Kunden im Hofladen in Müssen. Man kennt sich. „Viele der Kunden kommen mindestens einmal die Woche“, erzählt Busacker, während sie die Eier aus dem eigenen Hühnermobil ihres Sohnes einpackt. Dazu eine Tüte Kartoffeln und noch ein wenig Gemüse – ein typischer Einkauf.

Seit inzwischen vier Jahren betreibt sie den Laden. Zunächst übernahm sie das Geschäft eines Nachbarbetriebes, der keinen Nachfolger hatte. Zwei Jahre später baute sie im Ortszentrum von Müssen selbst neu. Eine richtige Entscheidung, wie Busacker sagt. Aber man müsse sich auch drehen. So kämen zu den Eiern oder dem Gemüse aus dem eigenen Betrieb auch Produkte aus der Region. „Wir setzen auf kurze Transportwege und damit frischere Ware“, sagt Busacker.

Ähnlich sieht das auch Peter Koll vom Bauernverband. Einfach ein paar Kartoffeln an die Straße oder eine Flasche Milch hinstellen, reicht heute nicht mehr“, sagt Koll. Wer einen Hofladen erfolgreich betreiben wolle, brauche ein klares Konzept. „Wie ich zu meinen Kunden komme, hängt dabei von der Lage meines Hofladens und dem Angebot ab“, sagt Koll. Daher sei es auch ganz normal, dass Produkte von anderen Betrieben zugekauft würden. „Am Ende ist der Mensch bequem und hat seine Gewohnheiten. Da muss das Angebot dann stimmen, damit der Kunde auch kommt.“ Aber auch diese Produkte müssten für den Verkauf aufbereitet werden.

Deutlich schwieriger sei das Geschäft mit der Milch. „Wenn ich an einer Milchtankstelle 150 bis 200 Liter am Tag verkaufe, ist das gut“, sagt Koll. Aber allein eine Kuh gebe 25 bis 30 Liter Milch pro Tag. „Da brauche ich ein Konzept, was ich mit der Milch von meinen restlichen Kühen mache.“ So wie die Betriebe, die sich im Hamfelder Hof in Mühlenrade zusammengeschlossen hätten. „Letztlich ist das ein klassisches, genossenschaftliches Modell“, so Koll.

Eher noch wenige Direktvermarkter gebe es beim Fleisch. „Einige Landwirte verkaufen Teile geschlachteter Rinder“, sagt Koll Aber das seien dann eher Kunden aus dem erweiterten Bekanntenkreis, die zwei Mal im Jahr kämen. Das Problem sei dann aber auch, dass im eigenen Haus die Kühltruhe frei sein müsse. Ein Betrieb, der noch auf eigene Schlachtung setze, sei die Landschlachterei Marx in Woltersdorf. Dort bezieht auch Sybille Busacker einen Teil ihres Fleischangebotes – für die Kunden in ihrem Hofladen in Müssen.

Landwirtschaftliche Direktvermarkter

Müssener Hofladen Kartoffeln, Eier, Spargel, Milch, Gemüse, Wurst, Marmelade, Käse, Gewürze, Geflügelfleisch, Honig, Geschenkartikel (www.muessener-hofladen.de) Domäne Fredeburg (Bio-Produkte): Eier, Gemüse, Kartoffeln, Käse, Milchprodukte, Fleisch, Wurstwaren, Amaranth (Korn), Vollkornbrot Kaiserhof Salem: Brot, Spargel, Kartoffeln, Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst, hausgemachte Salate, Milch Butter, Käse (www.kaiserhof-Salem) Bauernladen Bockhop in Schmilau: Gemüse, Kartoffeln, Brot und Brötchen (frisch aufgebacken), Kuchen, Milchprodukte und Eier, Wurst- und Schinkenspezialitäten, Liköre und Weine, Honig und Marmeladen, Säfte (www.frische-erdbeeren.de) Löding in Buchholz: Brot und Brötchen aus eigener Backstube, Käse, Schafskäse, Kartoffeln, Honig, Eier, Saft, Wein sowie Saisonwaren Äpfel, Erdbeeren, Kirschen, Kirschen, Heidelbeeren (www.spargelbuffet.de) Biomarkt Lämmerhof in Mannhagen: Naturkost-Vollsortiment bis hin zu Waschmittel, Onlineshop vorhanden (www.laemmerhof.de) Landhof Buhk in Geesthacht: Eier, Spargel, Kartoffeln, Schinken, Wurst, Saucen, Wein, Geschenkartikel, Tierfutter (www.hofladen-hamburg.de)

Holger Marohn

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