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Lauenburg Ein Fest als Dank für die Fluthelfer
Lokales Lauenburg Ein Fest als Dank für die Fluthelfer
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21:21 29.06.2013
Von Timo Jann
Ein Fest für die Aktivisten: Knapp 1000 Helfer und Anwohner feierten auf dem Lauenburger Borkeplatz gemeinsam anlässlich des Einsatzes gegen die Elbe-Flut, die Mitte Juni bis zu 9,64 Meter hoch stand. Quelle: Foto: Timo Jann
Lauenburg

Sie füllten und schleppten Sandsäcke, schützten die die Häuser vor gefährlichem Treibholz, bedienten rund um die Uhr die leistungsstarken Pumpen, kochten mehr als 1000 Mahlzeiten gleichzeitig oder betreuten die zahlreichen Medienvertreter aus dem In- und Ausland: Knapp 1000 Menschen kamen — darunter auch einige Anwohner, die die Chance nutzten, sich noch einmal persönlich zu bedanken.

„Hier wurde Solidarität praktiziert“, sagte Landrat Gerd Krämer, der für zwei Wochen Katastrophenalarm ausgelöst hatte, um die Stadt am Elbufer bestmöglich zu schützen. Den Einsatzkräften bescheinigte er, „überaus professionelle Arbeit“ geleistet zu haben. Dennoch, und deshalb war vielen Anwohnern auch nicht nach feiern zumute, gab es teilweise verheerende Schäden. Doch ohne den Einsatz der Helfer wäre es deutlich schlimmer ausgegangen.

Die Flensburger Brauerei spendierte für das Helferfest Bier, Coca Cola lieferte palettenweise Softdrinks; Pizza und Grillwurst finanzierte die Stadt. Unter anderem der Shantychor „Die Kielschweine"

und das Duo „Jessen & Melzer“ sorgten ohne Gage für das Rahmenprogramm.

„Ich hoffe, dass aus dieser Flut alle, unabhängig von der politischen Farbe, gelernt haben, dass es so nicht mehr weitergehen kann“, sagte Bürgervorsteher Bernd Dittmer (SPD). „Wir brauchen ein Gesamtkonzept für den Hochwasserschutz entlang der ganzen Elbe und einen Hochwasserschutz für unsere gesamte Stadt.“ Er und zahlreiche weitere Verantwortliche der Stadt und des Kreises hatten sich unter die Gäste gemischt, um Dankeschön zu sagen.

„Für mich war es ja die erste Flut im Amt des Bürgermeisters, und ich wusste nicht, wie so ein Einsatz abläuft“, erklärte Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede. Aber wir haben ja erfahrene Kräfte in der Verwaltung und in den Organisationen, so dass ich fasziniert erkennen konnte, wie dieses System funktioniert. Auf die Helfer konnte man sich jederzeit verlassen.“ Bis zu 4500 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Hilfsorganisationen und von der Bundeswehr waren in der Stadt aktiv. Thiede: „Gemeinsam haben wir die Elbe mit einem Wasserstand von 9,64 Meter gebändigt.“

Timo Jann

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