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Lauenburg Ein Herz für Kultur: Großes Theater im kleinen Lauenburg
Lokales Lauenburg Ein Herz für Kultur: Großes Theater im kleinen Lauenburg
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21:21 14.10.2015
Eddy Thiel (l.) von der Sparkasse unterstützt das Theater Lauenburg. Intendant Andreas Püst hat gerade in eine neue Bühne investiert. Quelle: Geercken

Es ist bereits die siebte Spielzeit des Theaters Lauenburg, das seit 2009 professionelle Kunst und Amateurstücke in der Elbestadt zeigt. Theaterchef Andreas Püst stellte jetzt das neue Programm vor. Der Weg nach Lauenburg lohnt sich.

Anlass für das Treffen in der Osterwoldhalle, die vor drei Jahren von Püst gepachtet wurde, war auch die erneute Vertragsunterzeichnung durch den Sponsor Kreissparkasse. Seit 2011 förderte das Geldinstitut das Theater um seinen enthusiastischen Geschäftsführer. Wie viel Geld überwiesen wurde, soll geheim bleiben. Es reicht wohl nicht ganz für das neue Bühnenpodest, das das Theater für rund 5000 Euro hat bauen lassen.

Andreas Püst, Jurist und Theaterleiter, hat inzwischen zwei Mitarbeiter und zwei Helfer aus dem Bundesfreiwilligendienst, dazu rund 20 Ehrenamtliche, die das Bistro schmeißen und sich von der Begeisterung ihres Chefs haben anstecken lassen. Auch die Profischauspieler verzichten auf einen großen Teil ihrer Gage — aus Spielfreude und Sympathie für den kreativen Kopf des Teams. Ihre Gage ergibt sich aus den Eintritten, die in Lauenburg bekanntlich gering sind. Rund hundert Events diverser Veranstalter hat es von August bis Mai diesen Jahres im Theater Lauenburg gegeben. In der Spielzeit 2015/16 unter dem Motto „Wahn-Sinn“ gibt es erneut vier Amateurtheaterproduktionen sowie fünf Stücke mit professionellen Akteuren.

Ein Auszug aus dem Programm: Sonnabend, 17. Oktober, 20 Uhr, Sonntag, 18. Oktober, 11 Uhr: Spring Awakening. In dem vom Deutschen Bühnenverein geförderten Broadway Musical zeigen Jugendliche, was sie theatertechnisch drauf haben. Nach dem Drama Frühlings Erwachen von Frank Wedekind geht es um die Turbulenzen des Erwachsenenwerdens und die Neugier auf Sexualität. „Der nackte Wahnsinn“ wird noch einmal am Sonntag, 15. November, um 16 Uhr zu sehen sein (Premiere war im September). Die Komödie zeigt den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen. Es geht um eine chaotische Tourneetheatergruppe, in der Techtel und Mechtel, Suff und Seele, Kunst und Brunst das Niveau der Aufführungen bestimmen. „Es ist ein großer Spaß, aber einigen Besuchern der Premiere hat sich der Humor nicht gleich erschlossen“, beschreibt Püst die Reaktionen der Zuschauer.

Freuen dürfen sich jung und alt auf das Weihnachtsmärchen „Oliver Twist“, das am 6. Dezember um 16 Uhr Premiere haben wird. Weitere öffentliche Aufführungen sind am 19. und 26. Dezember. Zu den im neuen Jahr geplanten Stücken gehören die Aufführung des Theaterjugendclubs, in der es um das Thema Homophobie gehen wird, sowie ein Auftritt des Kinderensembles in Kooperation mit der Weingartenschule Lauenburg.

• Das vollständige Programm ist

unter www.theater-lauenburg.de

im Internet zu finden.

Abo für die Spielzeit
Ein Abo, das den Lieblingsplatz garantiert und sich nicht automatisch verlängert, gibt es ab 40 Euro. Es bietet fünf Vorstellungen von Dezember bis Mai und kann unter Telefon 041
53/5991585 angefragt werden.

Silke Geercken

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