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Lauenburg Ein malerischer Ausblick belohnt alle Mühen
Lokales Lauenburg Ein malerischer Ausblick belohnt alle Mühen
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15:50 09.05.2018
Die abwechslungsreiche Landschaft aus Rapsfeldern und Seen, romantischen Dörfern und schattigen Alleen begleitet Radfahrer auf der 48 Kilometer langen Ratzeburger Seenradtour. Unterwegs laden Aussichtspunkte und Kaffees zum Verweilen ein. Der Weg ist hier wirklich einmal das Ziel. Quelle: Archivfoto: Jürgen Adamek

Radfahren ist im Kreis Herzogtum Lauenburg besonders gut möglich. Hier existieren 1000 Kilometer ausgeschilderte Radwege, drei Radfernwege und elf thematische Rundtouren.

Wir empfehlen die von der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH (HLMS) ausgearbeitete 48 Kilometer lange Seenradtour durch den Naturpark Lauenburgische Seen. Wählt man Ratzeburg als Startpunkt, geht es am Jägerdenkmal am Königsdamm los. Radler folgen dem Bäker Weg, der in einen hügeligen Waldweg übergeht. Alles ist gut ausgeschildert. Die Mühen am Hügel werden mit einem malerischen Ausblick über den Domsee auf die Stadtinsel belohnt. Wer mag, kann an diesem wie an einigen anderen Punkten der Strecke sein Handy als Tourguide verwenden.

Hier können Sie die Karte in großer Ansicht öffnen.

Gleich im Anschluss lockt die Badestelle in Bäk auch schon zur ersten Pause. Für Badehose und Bikini ist es aber noch zu kalt, deshalb radelnd statt schwimmend weiter durch prächtig leuchtende Rapsseen und westlich vorbei am Mechower See zu dessen Nordufer, wo sich von einem Aussichtsturm aus Wasservögel und mit etwas Glück sogar Seeadler beobachten lassen.

Den Lankower-, dann den Grammsee zur Linken, erreicht man Mustin – der richtige Zeitpunkt für eine kleine Stärkung im Waldcafé. Kleiner See, großer See – der Kartograph von Mustin hat offenbar vergessen, die Namensplatzhalter auszufüllen. Macht nichts, schön sind sie trotzdem. Zu viel Eis und Kuchen sollte man sich jetzt nicht in den Magen laden, denn noch ist nicht ganz die Hälfte der Strecke geschafft. Felder und Wälder sorgen zuverlässig für malerischen Ausblick auf dem Weg nach Kittlitz mit seinem Hofsee, der sich wunderbar vom Dielencafé aus genießen lässt. Entlang der weiteren Strecke münden Niendorfer und Bernstorfer Binnensee in den Schaalsee. Hier bietet sich in Dargow der Aussichtsturm mit Blick über den See für einen Stopp an, bevor die Tour am Waldsaum des Schaalseekanals nach Salem langsam ihrem Ende entgegengeht. Wer jetzt noch keinen Kaffee und Kuchen hatte, lässt sich vielleicht in Kaisers Hofladen überzeugen, bevor der letzte Streckenabschnitt zurückführt nach Ratzeburg. Und am Jägerdenkmal liegt ja noch das Eiscafés Bruhn. Na gut. Eine Kugel geht noch. Die ganzen verbrannten Kalorien müssen ja auch irgendwie wieder reinkommen.

Wem diese Tour zu lang ist, der kann stattdessen etwa die 29 Kilometer lange Denkmaltour wählen, um die zahlreichen Denkmäler und Bauwerke rund um Büchen und entlang der Alten Salzstraße zu entdecken.

Oder man folgt ganz einfach frei und spontan der grünen Beschilderung, die gut sichtbar überall entlang der Routen für Orientierung sorgt.

Von Sven Raschke

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