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Lauenburg Ein schicker Neubau für die Kuddewörder Feuerwehr
Lokales Lauenburg Ein schicker Neubau für die Kuddewörder Feuerwehr
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22:14 07.11.2017
Kuddewördes Wehrführer Mario Brauer (rechts) und sein Stellvertreter Uwe Wöbb mit der Grundsteinröhre, die im Foyer zu sehen ist. Quelle: Timo Jann
Kuddewörde

„Wir haben drinnen den ganzen Trockenbau erledigt und draußen den Hof gepflastert“, berichtete Wehrführer Mario Brauer während der offiziellen Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Lauenburger Straße 112. Die Hausnummer passend zum Notruf 112 war möglich, weil es keine angrenzende Bebauung gibt.

Für 850000 Euro hat die Gemeinde Kuddewörde ihrer Feuerwehr ein zeitgemäßes Gerätehaus auf die grüne Wiese gestellt. In dem Projekt stecken außerdem auch 3000 Stunden Eigenleistung, die die ehrenamtlichen Retter aufbrachten.

Der Weg hin zum Neubau führte in Kuddewörde über einen Bürgerentscheid. Kritiker des Neubaus waren der Meinung, man könnte viel günstiger die alte Unterkunft an der Möllner Straße sanieren und zukunftsfähig machen. Brauer: „Wir hatten bei dem Entscheid zum Glück 70 Prozent der Wähler hinter uns.“ Denn der alte Standort neben Schule und Kita ist denkbar ungünstig, die Parkplatzsituation ungeklärt, das Gebäude aus dem Jahr 1985 längst zu eng. Am 4. August 2016 wurde schließlich der Grundstein für den Neubau außerhalb der geschlossenen Bebauung gelegt. Das Gebäude wurde in Stahlskelettbauweise errichtet. Neben drei großen Stellplätzen, einer davon mit Wartungsgrube für kleinere Reparaturen an den Fahrzeugen der Feuerwehr, gibt es erstmals einen eigenen Gruppenraum für die Jugendfeuerwehr Billetal, Büros für Jugendwart und Wehrführer, eine moderne Küche mit Lager und einen hellen Schulungsraum.

„Perspektivisch ist der Standort sehr gut. Wir haben ein Freigelände für Übungen und könnten sogar noch erweitern“, sagt Brauer. Schräg gegenüber plant die Gemeinde außerdem ein Neubaugebiet – die Menschen, die dort einziehen, könnte man so leichter für den Dienst in der Feuerwehr begeistern. Zurzeit sind 30 Frauen und Männer in der Feuerwehr aktiv, 32 Mädchen und Jungen engagieren sich in der gemeinsam mit Hamfelde-Dahmker und Mühlenrade organisierten Jugendfeuerwehr. Brauer: „Ich denke, unser Neubau ist sehr gelungen und kann sich so auch sehen lassen.“ Das fanden auch die Gäste befreundeter Wehren, die zur Einweihung gekommen waren.

Die alten Garagen an der Möllner Straße wird künftig der örtliche Bauhof nutzen, weitere Räume werden zur Kindertagesstätte umgebaut.

 Von Timo Jann

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