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Lauenburg Einblick für Jedermann in die Geesthachter Fischtreppe
Lokales Lauenburg Einblick für Jedermann in die Geesthachter Fischtreppe
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10:13 20.04.2016
550 Meter lang ist die Fischaufstiegsanlage, die durch ihre Bauform die Strömung soweit reduziert, dass Fische bergauf wandern können. Sogar ein 1,70 Meter langer Wels hat es schon geschafft. Quelle: tja
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Geesthacht

Im August 2010 wurde die Fischaufstiegsanlage eingeweiht. Der sogenannte Doppelschlitzpass ist mit rund zwei Millionen aufgestiegenen Fischen die mit Abstand leistungsfähigste Fischaufstiegsanlage in Deutschland. Rund 50 verschiedene Fischarten konnten seit der Eröffnung im Rahmen eines Monitorings nachgewiesen werden, darunter Exoten wie der Streifenbarsch, der Sternhausen und der Sibirische Stör. Der schwerste und längste Fisch war laut Vattenfall ein 31,5 Kilogramm schwerer Wels mit einer Länge von 1,70 Metern. Die 550 Meter lange Anlage am Nordufer der Elbe ermöglicht es Fischen, die in der Nordsee leben, in ihre Laichgewässer im Oberlauf der Elbe zu gelangen. 45 Wasserbecken, die mit jeweils 1,20 Meter breiten Schlitzpässen versehen sind, ermöglichen bis zu drei Meter langen Fischen den problemlosen Aufstieg. Bisher galt das Stauwehr unterhalb der Elbbrücke im Zuge der Bundesstraße 404 für sie als unüberwindbares Hindernis. Am Südufer gibt es zwar eine alte Fischtreppe, doch deren Form gilt als ungeeignet, sie hilft nur kleineren Fischen.

Bis Oktober sollen die geführten Rundgänge immer mittwochs um 10, 12 und 14 Uhr starten. Einmal pro Monat sind außerdem Führungen sonnabends um 11, 13 und 15 Uhr vorgesehen. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos, um Anmeldung unter der Telefonnummer 040/570113200 bittet Vattenfall allerdings. In der Vergangenheit war der Andrang oft größer als die Möglichkeiten, Menschen auf die Anlage mitzunehmen.

Von tja

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