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Lauenburg Eine Krankenschwester schoss am besten
Lokales Lauenburg Eine Krankenschwester schoss am besten
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18:13 01.08.2016

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wird die Blaue Garde Gudow von einer Frau regiert. Am Sonnabend kürte Schützenoberst Otto Meincke jun. die 51-jährige Angela Willerscheid zur neuen Schützenkönigin der Blaugardisten. Mit einer satten 10,1 hatte die Krankenschwester den besten Schuss abgegeben und die Mitbewerber um die Königswürde auf die Plätze verwiesen.

Knapp 20 Schützen hatten um die Königswürde gekämpft. Bereits am Freitagabend wurde das Gudower Schützenfest mit einem Vogelschießen beim Landhaus Hartz und dem anschließenden Kommers im Festzelt feierlich eröffnet. Der amtierende König Michael Hartz lud am Sonnabendmittag seine Blaugardisten sowie Abordnungen der befreundeten Vereine zum traditionellen Königsfrühstück in das Festzelt ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Vereinsmeister des Jahres 2016 gekürt, Beförderungen ausgesprochen und die neuen Mitglieder der Blauen Garde vorgestellt. Im vergangenen Jahr hatten die Gudower Schützen beschlossen, mögliche Neumitglieder im ersten Jahr ihrer Mitgliedschaft beitragsfrei zu stellen.

Geehrt wurden auch die Sieger des Pokalschießens anlässlich des Schützenfestes. Spannend wurde es dann gegen 16.20 Uhr. Der Schützenoberst öffnete vorsichtig den Umschlag, den er von seinem Schießmeister bekommen hatte. Bis dahin wusste niemand außer dem Schießmeister, wer neue Majestät in Gudow sein wird. Um 16.26 Uhr ließ Meincke dann die Katze aus dem Sack: „Wir haben erstmals eine Königin und das ist Angela Willerscheid.“ Während die 51-Jährige zunächst gar nicht glauben wollte, was da gerade geschehen war, jubelten die Anwesenden im Zelt. Langsam stand sie von ihrem Platz auf und ging nach vorne ans Podest, lies sich die Königskette umhängen, die ihr Amtsvorgänger Michael Hartz gerade abgegeben hatte. Oberst Meincke und Vizevorsitzender Nils Höppner knöpften die Epauletten auf die Jacke der neuen Majestät. Und dann begann der lange Gratulationsreigen der Gäste. Am Abend feierten die Gudower ihre Disco mit DJ Maxx ausgelassen bis tief in die Nacht. Aber bereits gegen 7 Uhr am Sonntagmorgen mussten die Blaugardisten gemeinsam mit einigen Gästen wieder antreten, um einige Mitglieder mit Musik zu wecken. Landeten im vergangenen Jahr noch einige Schützen im Pool des Hollenbeker Obersts Dieter Steffen, so hielten sich die Teilnehmer in diesem Jahr nach dem Wecken sehr bedeckt.

Nur ein Details fiel den Besuchern des Ortes und den Schützten der befreundeten Vereine beim großen Festumzug am Sonntag auf: Der Brunnen am Feuerwehrhaus sprudelte nicht wie gewöhnlich, sondern hier blubberte Schaum aus den Düsen. Entsprechend sah das Becken aus. Wer dafür verantwortlich war und wann der Brunnen so hergerichtet wurde, kann möglicherweise nur das Kriegsgericht am Montagabend klären, das bei Redaktionsschluss noch nicht beendet war. Vom Regen blieben die Gudower an diesem Wochenende zumindest während ihrer Ausmärsche verschont. Und so konnten die Landfrauen den Schützen während einer Umzugspause am Sonntag auch bei herrlichem Sonnenschein die Marschpause mit leckerer Buttermilch und kaltem Korn versüßen.

Jens Burmester

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