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Lauenburg Eine lauenburgische Liebeserklärung
Lokales Lauenburg Eine lauenburgische Liebeserklärung
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11:10 26.07.2018
Tribüne und Regie- und Lichtturm stehen bereits auf dem historischen Möllner Marktplatz. Zwei Lichttürme kommen noch hinzu. Quelle: Fotos: Thomas Biller
Mölln

Die Eulenspiegelstadt hatte am gestrigen Mittwoch alle Sponsoren eingeladen, um zu demonstrieren, dass es nun bald tatsächlich los geht. Vertreter der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Damm Container Recycling, der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH und natürlich der Stadt Mölln überzeugten sich von dem Tribünenaufbau und den zahlreichen Vorbereitungen hinter den Kulissen des historischen Rathauses.

Pünktlich nach drei Jahren verwandelt sich der historische Möllner Marktplatz wieder in ein Freilufttheater: Am 9. August beginnen dort die Eulenspiegel-Festspiele. Spät entschlossen kam auch der Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg zum Aufbau, um die Festspiele noch mit einer Spende zu unterstützen.

Karten

Eulenspiegel-Festspiele „Im Rausch der Zeit“ vom 9. bis 26. August. Tickets und Infos gibt es unter Telefon 045 42/ 8568890 und moelln-tourismus.de

Heiderose Vokuhl, Egon Sbey und Heinz Holtz vom Heimatbund und Geschichtsverein nutzten den Termin, um noch einen Scheck in Höhe von 1000 Euro für die Ausgestaltung der Festspiele zu überreichen.

Insgesamt wurden 505 Sitzplätze für die Zuschauer vorbereitet. Nach den Worten von Möllns Kurdirektor Jochen Buchholz, der sich selbst auch als „Produzent und Mädchen für alles“ der Festspiele bezeichnete, sind es etwas weniger Plätze als noch vor drei Jahren, da man auf eine Krümmung der Tribüne verzichtet habe. „Alle sollen ohne Einschränkungen gut sehen können“, sagte Buchholz.

Autor und Regisseur Martin Maier-Bode probt mit seinem Team und Co-Regisseur Sascha Mey seit April an dem Stück. „32 Schauspieler proben seit vielen Wochen leidenschaftlich und rund ebenso viele Helferinnen und Helfer sind im Hintergrund beteiligt“, sagte Maier-Bode. Dem Profi ist auch Euphorie anzumerken, dass es nun bald mit den ersten Aufführungen losgeht und er ist von der Arbeit aller Beteiligten überzeugt. „Man merkt, dass die ganze Stadt das mitlebt und diese Festspiele werden Beachtung über die Grenzen der Stadt hinaus finden“, glaubt der Autor und Regisseur. Davon geht wohl auch Jochen Buchholz aus; Plakate werden nach seinen Angaben bis Hamburg, Lüneburg, Schwerin und an der Ostseeküste geklebt.

Martin Maier-Bode und Jochen Buchholz verrieten noch nicht viel über den Inhalt des Stückes. Martin Maier-Bode: „Das Hinterfragen von Macht, von Strukturen und Funktionen der Menschen werden im Stück behandelt.“ Es werde Zeitreisen geben und „Menschen aus Ratzeburg müssen sich im ersten Teil viel, sehr viel anhören, aber am Ende wird es eine lauenburgische Liebeserklärung geben“, verspricht Maier-Bode schon jetzt. „Denn“, so der Regisseur, „wenn wir über Till Eulenspiegel lachen, lachen wir über uns selbst.“

Thomas Biller

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