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Lauenburg Einspruchswelle gegen Kiesgrube in Grande
Lokales Lauenburg Einspruchswelle gegen Kiesgrube in Grande
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13:30 21.12.2012
Grandes Bürgermeister Heinz Hoch wehrt sich gegen Kiesabbau und bekommt Unterstützung aus der gesamten Region. Quelle: Albrod

Grande und die gesamte Region wehren sich weiter gegen den geplanten Kiesabbau im Ort. Auch aus dem Amt Schwarzenbek-Land wurden Einsprüche zugelassen. „Ich habe Kontakt zum Bergamt in Clausthal-Zellerfeld gehabt“, berichtete Grandes Bürgermeister Heinz Hoch auf der Gemeindevertretersitzung. „Dort sind 650 neue Einsprüche eingegangen.“

Auch aus dem Jahr 2009 lägen noch Einsprüche vor. Etwa 1100 Einsprüche seien es insgesamt.

„Im Bergamt haben sie gesagt, dass sie so etwas abseits von Gorleben und Asse noch nicht erlebt hätten“, berichtete der Bürgermeister. Hoch bedankte sich bei den Umlandgemeinden. Hintergrund ist ein bergrechtliches Planfeststellungsverfahren, das ein Unternehmer beantragt hat, der in Grande Quarzsand abbauen möchte. Die Firma hatte aber vom Kreis keine Genehmigung erhalten. In Grande fürchten Einwohner Auswirkungen auf das Grundwasser und auf die Bille, die durch Temperaturveränderungen beeinflusst würde. Zudem haben sie Angst vor Lastwagenlärm und Überschwemmung. Hoch: „Die Planung zum Kiesabbau ist mangelhaft bis ungenügend und die Sicherheit stark gefährdet.“

Jetzt müsse der Antragsteller reagieren. Hoch hat sich mit Ministeriumsvertretern aus Kiel getroffen, um Gespräche zum Kiesabbau zu führen und die Position der Gemeinde klar zu machen. „Der Bürgermeister von Kuddewörde hat angekündigt, dass die Gemeinde sich ebenfalls einen Anwalt nimmt, falls es zu einem Anhörungsverfahren kommt“, erklärte er. Bisher habe der Unternehmer nicht beim Kreis Stormarn beantragt, die Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet zu entlassen.

Joachim Schulz von der Unteren Naturschutzbehörde des benachbarten Kreises Stormarn bestätigt das. „Es ist aber auch nicht nötig“, erklärt er, „bei den betroffenen Flächen gibt es keinen Grund, die Zusage zu verweigern. Wenn das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist, müssen sie freigegeben werden.“ Grande hat bereits insgesamt 66 000 Euro für Gutachter und Rechtsbeistand bezahlt.

LN

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