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Lauenburg Eiswette Lauenburg: Kein Eis aber reichlich Schüttelfrost
Lokales Lauenburg Eiswette Lauenburg: Kein Eis aber reichlich Schüttelfrost
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21:17 04.01.2016
Per „Raumschiff“ kamen die Wettpaten Eckhart Panz und Thomas Lohmann zur Auflösung der Eiswette (Foto links). André Feit schenkte Andreas Thiede ein Fernrohr, um nach Chinesen Ausschau zu halten (rechts).

Der mit -8 Grad Celsius bisher kältesten Nacht und dem eisigen Ostwind zum Trotz: „De Elv geit!“ Damit war die Auflösung der traditionellen Hohnstorfer Eiswette am Sonntagvormittag keine wirkliche Überraschung. Erst einmal in der 23-jährigen Geschichte der Eiswette hieß es „De Elv steit“. Trotzdem war die Auflösung der Eiswette ein großes Spektakel mit zahlreichen Ehrengästen und etwa 200 Zuschauern. Eckhart Panz und Thomas Lohmann waren diesmal mit einem selbstgebauten Raumschiff unterwegs und auf dem Fährbuhnen gelandet, um zu prüfen, wie der Zustand der Elbe vor Lauenburg ist. Und dabei gab es kein Vertun — alles im fluss.

Hohnstorfs Bürgermeister André Feit nahm die Gäste wie gewohnt aufs Korn. Den Lauenburger CDU-Bundestagsabgeordneten begrüßte er als Menschen, der sich sehr für bewegliche Denkmäler einsetzen würde.

„Und böse Zungen behaupten, er sieht auch aus wie eins“, scherzte Parteifreund Feit. Brackmann hatte überhaupt erst dafür gesorgt, das auch schwimmende Denkmäler — wie der Lauenburger Raddampfer Kaiser Wilhelm — von einer Förderung des Bundes profitieren können.

Seinem Amtskollegen Andreas Thiede vom nördlichen Elbufer überreichte Feit ein edles Fernrohr mit dem Hinweis, er könne damit beobachten, ob die Hohnstorfer Richtung Lauenburg wieder einmal obszöne Gesten machen würden. „Und du kannst auch Ausschau nach neuen chinesischen Großinvestoren halten“, verteilte Feit einen weiteren Seitenhieb und nannte Thiede „Chinesen-Fiete“.

„Uns Lauenburger verbindet mit Hohnstorf viel mehr als nur die Elbbrücke“, sagte Thiede im Gespräch mit den LN. „Wir stimmen uns oft ab und ich mag diesen kurzen Draht, den ich mit dem Kollegen Feit pflege. Das ist ein sehr gutes Miteinander“, so Thiede. Wichtigstes Projekt für Thiede und Feit dürfte die Erneuerung der maroden Brücke zwischen beiden Orten sein. „Ich würde die Nutzung bei der neuen Brücke gerne umlegen, also die Schiene für die Züge nach rechts und die Straße nach links. Dann könnten wir eine Umfahrung unserer stark belasteten Hafenstraße durch das Industriegebiet realisieren“, berichtete Thiede. „Dafür müssen aber in Hohnstorf einige Grundstücke eingebracht werden, und da ziert man sich noch etwas“, sagte er.

Nachdem Panz und Lohmann mit ihrem Raumschiff gelandet waren und die Eiswette auf dem Fährbuhnen routiniert aufgelöst hatten, ließen sich die Gäste im Fährhaus Matjes schmecken. Ein Neujahrsempfang der etwas anderen Art. Typisch Lauenburgisch geht es am kommenden Freitag zu: Dann erwartet Thiede die Lauenburger von 19 Uhr an zum Neujahrsempfang im Mosaik am Raiffeisenweg.

Uns Lauenburger verbindet mit Hohnstorf viel mehr als nur die Elbbrücke.“ Andreas Thiede, Bürgermeister Lauenburg

Timo Jann

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