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Lauenburg Elbe-Stauwehr muss nach 60 Jahren erneuert werden
Lokales Lauenburg Elbe-Stauwehr muss nach 60 Jahren erneuert werden
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20:41 23.01.2018
Aufgestaut für einen gleichmäßigen Tiefgang zwischen Nieder- und Oberelbe: Links liegt die Elbbrücke mit dem Stauwehr, rechts ist der Schleusenkanal mit den beiden Schleusenkammern für die Schiffe, die dort einen Höhenunterschied von 1,30 bis 3,50 Metern überwinden. Quelle: Fotos: Timo Jann

Die Experten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Lauenburg haben bereits die Möglichkeiten für eine Sanierung ausgelotet und konzeptionell für ein Wehrfeld eine Grobplanung erstellt.

Das Stauwehr im Zuge der Geesthachter Elbbrücke verfügt über vier jeweils 50 Meter breite Wehrfelder, die aufwendig saniert werden sollen.

Die Brücke

Eine Erneuerung des Brückenbauwerks, das die Bundesstraße 404 trägt, ist bisher im Zusammenhang mit der Sanierung des Wehres nicht geplant.

Eine zweite Straßenbrücke ist nötig wenn die B 404 zur Autobahn 21, die von Norden kommend gen Süden über die Elbe zur Autobahn 39 führt, ausgebaut werden sollte.

Demnach wird jedes der vier Felder mindestens drei bis vier Jahre Bauzeit erfordern. Das Konzept wurde mit den übergeordneten Abteilungen bereits abgestimmt, jetzt geht es an die Detailplanung.

„Nachher werden wir ein Bauwerk haben, das wie neu ist“, sagt Andreas Dohms, amtierender Leiter der Lauenburger Behörde.

Vorgesehen ist laut Dohms, die jetzigen Tore durch neue Tore zu ersetzen und die Wände der Pfeiler zu sanieren. Jedes der Wehrfelder ist 50 Meter breit. „Weil wir hier noch im Einflussbereich der Tide arbeiten müssen, wird es sehr aufwendig sein, einen Fangdamm zur Sicherung zu errichten“, erklärt Dohms. Die Sicherung muss schließlich auch Sturmfluten überstehen können.

Damit bei einem möglichen Hochwasser jederzeit auch der Abfluss des Wassers Richtung Nordsee gewährleistet werden kann, soll nur jeweils an einem Wehrfeld gearbeitet werden. Die technische Detailplanung soll jetzt auf die Erkenntnisse der Voruntersuchungen aufsatteln, Baustart könnte dann im Jahr 2020 oder 2021 sein.

Zu der einzigartigen Staustufe der Elbe auf deutschem Gebiet gehören das Stauwehr sowie die beiden Schleusenkammern und die Fischaufstiegsanlagen an beiden Seiten des Wehres. Theoretisch könnte wegen des Gefälles am Wehr sogar Strom erzeugt werden. Das Recht dazu hat der Energiekonzern Vattenfall seit Inbetriebnahme des Wehres inne.

Das Stauziel im Oberwasser soll auf einer Höhe von vier Metern über Normal Null gehalten werden. Wenn der Wasserabfluss über 1200 Kubikmeter pro Sekunde liegen muss, werden die Durchflussöffnungen durch Absenken der Sektoren vollständig freigegeben, so dass das Wasser ungehindert abfließen kann. Die Schleusenkammern ermöglichen es der Schifffahrt, den künstlich aufgestauten Flussabschnitt zu überwinden. Der Höhenunterschied wird durch Ebbe und Flut bestimmt und liegt im Normalfall etwa zwischen 1,30 und 3,50 Metern.

Vor allem Menschen aus Lauenburgs Altstadt, die fürchten, ein Hochwasser könnte mit einer Sturmflut zusammentreffen, forderten zuletzt eine stärkere Abschottung vor dem aus der Nordsee kommenden Wasser. Andreas Dohms vom WSA stellt jedoch klar: „Das Stauwehr wird im Zuge der Sanierung kein Sperrwerk.“

Timo Jann

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