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Lauenburg Eltern empört über Sperrung der Ratzeburger Sporthalle
Lokales Lauenburg Eltern empört über Sperrung der Ratzeburger Sporthalle
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20:56 12.10.2016
„Das ist ein Desaster, weil wir ein Sportprofil haben.“Dr. Marc Hamdorf, Schulelternbeirat

 Sie fordern Strabil in einem energischen Brief zum Handeln auf.

„Die Eltern sind enttäuscht und frustriert. Die Firma Strabil war eingeladen, tauchte bei der Versammlung jedoch nicht auf“, berichtet Dr. Marc Hamdorf, Schulelternbeiratsvorsitzender an der LG. Das Unternehmen erfülle seine Rechte und Pflichten nicht. Es sei auch über eine Vertragsstrafe diskutiert worden. „Das ist ein Desaster. Meine Tochter hat in einem halben Jahr im Rahmen des Sportprofil Abiturprüfung. Vorbereitungen können nun nicht in der Halle stattfinden“, erklärt der Vater die prekäre Situation. Die Eltern wollen mit dem Fall nun an Funk und Fernesehen herantreten. Laut Hamdorf sehe Bürgermeister Rainer Voß die Betreiberfirma aus Köln in der Pflicht. „Strabil wusste schon 2015 von den Mängeln. Damals wurde versprochen, sie in den Sommerferien zu beseitigen,“ so Hamdorf. Das sei nicht erfolgt.

„Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu Unterrichtsausfällen kommt. Das versuchen wir nach Kräften zu verhindern“, teilte Schulleiter Thomas Engelbrecht gestern mit. Bislang versuchten Sportlehrer so lange wie möglich im Freien zu unterrichten. Auch eine Nutzung der Aula sei im Gespräch. „Gerade im Herbst ringen wir um jede Stunde in der warmen Halle“, berichtet Holger Möller, Vorsitzender des Ratzeburger Sportvereins (RSV). Es sei nicht einfach, den Ausfall der Dreifeldsporthalle zu kompensieren. Zum Glück sei die Stadt sehr kooperativ. Es sei möglich, in der zuvor für Flüchtlinge hergerichteten Turnhalle Riemannstraße zu trainieren.

Die Politik hingegen sieht Versäumnisse bei der Verwaltung. „Das hätte so nicht kommen müssen. Die Haushaltsmittel standen, nachdem sie im letzten Jahr vehement vom Bürgermeister wegen der Dringlichkeit vor dem Hintergrund einer möglichen Sperrung der Halle eingefordert worden waren, bereit“, erklärt Uwe Martens im Namen der SPD auf Facebook. Auch die FRW äußerte sich gestern kritisch:

„Erst der Zeitung mussten wir Details zu dem Vorgang der Sporthallensanierung entnehmen, die uns als Entscheidern bisher nicht bekannt waren. Das ist nicht hinnehmbar und muss Konsequenzen haben“, fordert Jürgen Hentschel (FRW). Die Stadtvertreter seien nicht nur spät und unzureichend, sondern auch falsch informiert worden. Der Hallenboden für „eine Partnerschule des Sports“ habe absolute Priorität“.

 Florian Grombein

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